Die Fähnchen der Länder dürfen nicht fehlen. Foto: Lg/

Beim Planspiel Model United Nations simulieren rund 450 Teilnehmer die vereinten Nationen. In realen Gremien werden Debatten geführt und Resolutionen verabschiedet.

Stuttgart - Wie wichtig die Vereinten Nationen auch heute noch sind, macht Janina Bauer mit deutlichen Worten klar: „Noch immer werden Grundrechte eingeschränkt, noch immer werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geschlechts diskriminiert.“

Bauer ist UN-Generalsekretärin – beim Planspiel Model United Nations Baden-Württemberg, das bis Montag im Hospitalhof stattfindet. Die rund 450 Teilnehmer, alle zwischen 15 und 21 Jahre alt, vertreten als Delegierte ihr Land oder ihre Organisation, wenn in der „Generalversammlung“ oder in sieben weiteren realen Gremien über aktuelle Themen der Weltpolitik debattiert wird. Dazu gehören die rechtliche Anerkennung von Klimaflüchtlingen, die Situation im Südsudan und der Umgang mit Cyberkriminalität.

Carlotta Erhard und Felix Zwick, beide 16 Jahre alt, vertreten in den nächsten Tagen Südafrika. Die beiden Schüler des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums in Bad Friedrichshall haben sich schon im Vorfeld intensiv mit ihrem Land auseinander gesetzt. Dass sie sich für Südafrika entschieden haben, hatte einen einfachen Grund: „Wir wollten ein Land vertreten, dass sich deutlich von unserem unterscheidet“, sagt Carlotta Erhard. Andere Jugendliche vertreten im UN-Hauptquartier Hospitalhof keine Mitgliedsstaaten, sondern die Interessen von Nichtregierungsorganisationen oder berichten als Pressevertreter für Print und Fernsehen.

Das Zeil des Planspiels ist es am Ende, Resolutionen verabschieden zu können – und hautnah zu erleben, wie kompliziert internationale Politik ist.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: