Kann was auf dem royalen Parkett: Meghan Markle, Prinz Harrys Braut in spe, in einem eleganten, hochwertigen Wollmantel, dazu trägt sie edle Cognac-farbene Stiefel, eine passende Handtasche und einen extravaganten Pillbox-Hut. Foto: AP

Das Leben von Meghan Markle, Prinz Harrys zukünftiger Ehefrau, ändert sich momentan komplett. Das zeigt sich auch in ihrem Modestil: wie aus der Celebrity-Fashionista eine stilbewusste Beinahe-Prinzessin geworden ist.

Stuttgart/ London - Vom Roten Teppich der US-Showstars auf den Roten Teppich der Windsors: das Leben der künftigen Ehefrau von Prinz Harry, Meghan Markle (36), dreht sich momentan um mindestens 180 Grad. Das zeigt sich auch in ihrem Kleidungsstil, der sich seit der Verlobung im November immer mehr den blaublütigen Standards angepasst hat. Trotzdem setzt sie eigene Akzente. Während sie sich beim ersten gemeinsamen Auftritt mit Harry im September 2017 noch „casual“ in löchrigen Jeans, einem weißen Hemd in Übergröße und flachen Ballerinas zeigte, setzt sie heute auf Klasse und Eleganz: lange Mäntel aus hochwertigen Materialien, exquisite Kleider und Röcke und hohe Pumps. Auch Nietenlederjacke, Hotpants oder allzu grelle und kurze Etuikleidchen wie sie Meghan „pre-Harry“ gerne trug, sind passé.

Eine Goldgrube für die britische Modeindustrie

Der Hype um die Garderobe von Meghan Markle erinnert an Herzogin Catherine. Nachdem Kate Middleton und Prinz William 2010 ihre Verlobung bekannt gaben, war nicht nur ihr Verlobungskleid (eine blaue Kreation des Designlabels Issa) sofort vergriffen, in den folgenden Monaten war fast jedes Outfit der 36-Jährigen und jedes ihrer Lieblingslabel gefragt wie nie zuvor. Und auch Meghan Markle ist jetzt schon zur Goldgrube für die britische Modeindustrie geworden. Laut dem Forbes Magazine könnte Markles erstes Jahr als Mitglied der britischen Monarchie um die 500 Millionen Pfund einspielen.

Markle mag es ärmellos

Auffällig: Meghan Markle zeigt – genauso wie Michelle Obama – gerne ihre definierten Oberarme. Sogar beim Verlobungs-Interview trug sie ein ärmelloses Kleid und zeigte ihre nackten Arme. Eigentlich nicht üblich in royalen Kreisen. Und kürzlich erschien sie beim „Common Wealth Youth Forum“ in London ganz Business-like in einem langen Nadelstreifenkleid der Marke Altuzarra (Kostenpunkt: 1700 Euro) mit einem über die Schultern geworfenen Blazer. Doch als sie diesen ablegte, bekamen konservativen Royalisten Schnappatmung: die sehr dünnen Träger setzten ihre nackten Arme und Schultern sehr deutlich in Szene.

Mit High-Heels auf dem Sportplatz

Meghan Markle muss eben noch ein bisschen üben. Auch was das passende Schuhwerk angeht. Während Herzogin Catherine beim Show-Rudern vergangenen Sommer beim Heidelberg-Besuch des Thronfolgerpaars ganz selbstverständlich in Sneakers schlüpfte, stakste Meghan unlängst umständlich in High-Heels auf dem Sportplatz herum. Beim Besuch der „Sports Training Village“ für die Invictus Games in Sydney war ihr olivgrüner Trenchcoat zwar sehr hübsch anzusehen, aber die hohen Pfennigabsätze waren deplatziert. Man muss doch auch mal an den armen Platzwart denken, der hinterher die ganzen Absatzlöcher im Rasen stopfen muss!

Wer darf das Brautkleid designen?

Mit beinahe unmenschlicher Spannung wird nun die Wahl des Brautkleid-Designers erwartet. Es verdichten sich die Hinweise, dass drei Marken besonders wahrscheinlich sind. Wettfreudige Fans in Großbritannien sind sich sicher, dass es entweder auf das Label Erdem, auf Ralph & Russo oder Alexander McQueen hinaus laufen wird. Das Designer-Duo Ralph & Russo wählte Meghan bereits für ihr Kleid bei den ersten offiziellen Verlobungsporträts.

Trotz aller Experimente setzt sich der elegante Look durch

Fest steht: Meghan Markle bringt frischen Wind ins Königshaus. Sie ist älter als Prinz Harry, ist geschieden, hat bereits ein Studium absolviert und eine Schauspielkarriere hinter sich. Außerdem macht sie sich für die Rechte von Frauen stark. Wird sie sich bei der Hochzeit auch modisch unkonventionell zeigen? Ein Hosenanzug, transparente Einsätze im eng anliegenden Meerjungfrauenkleid oder ein ärmelloses oder gar schulterfreies Oberteil anstelle eines züchtig-hochgeschlossenen Prinzessinnentraums? Letztlich wird Meghan Markle auf Nummer sicher gehen. Denn trotz aller Experimente, die sie ab und zu wagt, definiert sich der Stil der zukünftigen Braut immer mehr durch einen schlichten, eleganten Look.

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