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Aus der Solarbranche kommen viele Aufträge - Auch LCD-Bildschirme entwickeln sich gut.  

Reutlingen - Der Reutlinger Maschinenbauer Manz macht wieder Gewinn und hebt seine Umsatzprognose an. Vor allem aus der Solarbranche kämen im Moment viele Aufträge, aber auch bei Flachbildschirmen und im LCD-Geschäft entwickele sich die Nachfrage sehr gut, teilte das Unternehmen mit.

Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse von 11,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 46,2 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente der auf die LCD- und Solarindustrie spezialisierte Maschinenbauer 2,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 5,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Für 2010 strebt Manz nun einen Umsatz von mindestens 140 Millionen Euro an, das wäre ein Plus von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Flachbildschirme: Neue Rekordwerte erwartet

Beim Ebit erzielte Manz im zweiten Quartal wieder einen Gewinn. Die 1,8 Millionen Euro waren jedoch etwas weniger, als Analysten erwartet hatten. Nach dem Halbjahr stehen insgesamt minus 1,5 Millionen Euro zu Buche. Der Nettoverlust nach sechs Monaten fiel dagegen niedriger als geschätzt aus. Das Unternehmen wies einen Fehlbetrag von 0,7 Millionen Euro aus.

Das Unternehmen betonte die Erfolge bei Flachbildschirmproduzenten. Hier habe man von der verstärkten Investitionstätigkeit der Hersteller profitiert, hieß es. "Wir erwarten in dem Bereich einen neuen Rekordwert", sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz.

Kooperation mit Würth

Im kommenden Jahr will das Unternehmen seine Erlöse und das Ergebnis noch einmal deutlich steigern. Helfen soll dabei vor allem die vor einigen Wochen mit dem Schraubenhersteller Würth vereinbarte Kooperation zur Herstellung von Dünnschicht-Produktionslinien. Manz erhofft sich daraus in einiger Zeit ein Umsatzpotenzial von knapp einer halben Milliarde Euro pro Jahr. Das würde Manz Automation bei den Erlösen in eine ganz neue Dimension bringen, sagte Finanzvorstand Martin Hipp.

In einem schwachen Börsenumfeld konnte Manz die Anleger nicht überzeugen. Die im Tec-Dax notierten Aktien verloren nach anfänglichem Plus bis zu einem halben Prozent, gehörten damit aber zu den besseren. Allerdings hatte der Wert zuletzt kräftig zugelegt.

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