Das Hausschein „Lotta“ wurde offenbar zum Opfer von rivalisierenden Fußballfans. Foto: dpa

Fußball-Fans haben vor dem Drittliga-Derby Kaiserslautern-Waldhof ein Schwein gequält und mit Farbe beschmiert. Jetzt hat die Mannheimer Polizei einen ersten Tatverdächtigen aus dem Landkreis Kaiserslautern ermittelt.

Mannheim/Kaiserslautern - Im Fall eines mit Fußballparolen beschmierten Schweins in Mannheim hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Der Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern soll an der Aktion beteiligt gewesen sein, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Was er genau getan haben soll, wollte ein Sprecher nicht sagen. Das mit einer Schmähparole gegen einen Fußballclub besprühte Hausschwein war am Freitag dehydriert und erschöpft auf einem Sportplatz gefunden worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Diebstahls und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Polizei geht von mehreren Tätern aus

Die Beamten gehen von mehreren Tätern aus. Sie haben auch drei Fahrzeuge im Visier, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen könnten. Die Halter beziehungsweise Insassen der Autos seien noch nicht ermittelt worden. Auch die Herkunft des Schweins sei weiter unbekannt. Das Tier wurde „Lotta“ genannt und kam in ein Tierheim.

Extreme Rivalität zwischen den beiden Fanlagern

Auf einer Körperseite des Schweins standen in blauer Schrift die Buchstaben „SVW“, dick mit roter Farbe durchgestrichen. Mit einem schwarzen Stift wurde dem Tier zudem „Lautern-Schweine gibt es auch in eurer Stadt“ auf die andere Seite gekritzelt.

Am Sonntagmittag spielte in der 3. Liga in Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion der 1. FC Kaiserslautern gegen SV Waldhof Mannheim. Die Schmiererei auf dem Schwein sei offenbar eine Aktion von Kaiserslautern-Fans, erklärte ein Sprecher der Polizei am Sonntagnachmittag. Hintergrund sei vermutlich die extreme Rivalität zwischen den beiden Fanlagern. Kurz zuvor sei in Ludwigshafen ein Plakat aufgehängt worden „mit unflätigen Bemerkungen gegen Kaiserslautern-Fans.“ Der Sprecher wollte den Spruch nicht wiederholen – er habe jedoch mit Schweinen zu tun gehabt.

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