Die Felsenrunde bietet viel, unter anderem tolle Ausblicke ins Filstal. Foto: Fröhner/LRA

Im Stauferkreis sind 15 Rundwanderwege neu angelegt worden. Wir stellen die Löwenpfade nach und nach vor. Im ersten Teil der Serie geht es auf die Felsenrunde bei Bad Überkingen.

Bad Überkingen - Allzu viel Wegstrecke, um sich erst einmal entspannt einzurollen, hat der Wanderer nicht. Kaum dass der Startpunkt dieses Löwenpfads am Rande des Naturschutzgebiets Hausener Wand bei Bad Überkingen hinter einem liegt, geht es bereits in steilen Serpentinen auf die Albhochfläche hinauf. Nur gut einen Kilometer lang ist der Anstieg, der allerdings von 500 auf gut 700 Höhenmeter führt, und damit gleich eine gewisse Kondition erfordert. Andererseits: Von den 13,3 Kilometern der Felsenrunde, bei insgesamt 425 Höhenmetern, ist damit aber bereits der anspruchsvollste Abschnitt geschafft.

Oben angekommen zeigt sich zweierlei: Zum einen, woher die Felsenrunde ihren Namen hat. Und zum anderen, warum es dieser Löwenpfad lediglich ein halbes Jahr nach seiner Eröffnung in die Auswahlliste „Deutschlands schönste Wanderwege“ geschafft hat. Denn kaum dass sich der dichte Wald gelichtet hat, ist mit dem Jungfraufels die erste Wegmarke erreicht. Eine Pause bietet sich hier aus mehren Gründen an. Um durchzuatmen und den tollen Blick ins Filstal zu genießen, aber auch wegen der Legende um „Die Steinerne Jungfrau“.

Auf jedem der mittlerweile 15 neu ausgeschilderten Rundwanderwege im Kreis Göppingen, die in Anlehnung an den Stauferlöwen mit dem Titel Löwenpfade versehen worden sind, gibt es eine dazu passende Geschichte, die mittels Smartphone und QR-Code oder direkt über die Löwenpfade-Homepage auch unterwegs abgerufen werden kann. Um den Pulsschlag wieder ins normale Maß zu bringen, ist die Jungfern-Sage zwar etwas zu kurz. Auf der Fortsetzung der Felsenrunde gelingt das aber trotzdem. Es geht, mehr oder weniger eben, die Albtraufkante entlang, vorbei an der Hausener Wand zum auf 751 Metern gelegenen höchsten Punkt der Tour. Bei besten Bedingungen, so heißt es, sollen von dieser Stelle aus sogar die Alpen zu erkennen sein.

Durch den Flecken Oberböhringen hindurch führt die Felsenrunde, wenn man das so sagen will, „auf die andere Seite“ hinüber. Das Panorama verändert sich – und so sind vom Ramsfels aus auf einmal die drei Kaiserberge zu sehen. Ein bequemer Abstieg führt zum Dreimännersitz, wo sich wieder eine neue Perspektive bietet: auf die Fünftälerstadt Geislingen. Gemächlich geht es von dort aus zurück nach Bad Überkingen, das mit den entsprechenden (Einkehr-)Pausen nach etwa viereinhalb Stunden erreicht sein sollte.

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