Der Parkplatz P0 galt als Provisorium. Foto: oh

Der Flughafen plant einen weiteren Parkplatz, und die Landwirte sehen das kritisch. Immer mehr Ackerland falle weg – auch bei einem weiteren Bauprojekt.

L.-E. - „Irgendwann ist es zu viel. Dann können wir hier nicht mehr existieren“, sagte der Obmann der Echterdinger Landwirte, Fritz Auch-Schwarz, und beklagte damit ein Projekt des Flughafens. Der will neben dem bereits bestehenden P0 einen weiteren Parkplatz bauen.

„Uns wurde schon damals der P0 als Provisorium angekündigt, und nun sollen zusätzliche Ackerflächen verschwinden“, sagte Auch-Schwarz bei der Felderrundfahrt. Es reiche langsam. Unterstützung bekam er von Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell. Bevor man weitere Flächen versiegele, könne ein Parkhaus auf P0 gebaut werden, sagte er. Alternativ sei schon darüber nachgedacht worden, ob man auch ein Parkhaus über der S-Bahnstrecke bauen könnte. Außerdem müsse mal grundsätzlich darüber nachgedacht werden, ob die Parkplätze der Messe und des Flughafens nicht synergetisch gemeinsam genutzt werden könnten. „Wenn bei der Messe in den Ferien nichts los ist, brummt es am Flughafen“, sagte Kalbfell. Derzeit gebe es bestimmt genug freie Parkplätze im Bosch-Parkplatz.

Die neue Stadtbahntrasse zerschneidet Äcker

Auch die neue Stadtbahntrasse der U 6, die vom Fasanenhof zum Flughafen verlaufen wird, ist den Landwirten ein Dorn im Auge. „Wir wollten bekanntlich, dass die Schienen entlang der Autobahn geführt werden“, sagte Auch-Schwarz. Wegen der zusätzlichen Haltestelle bei der Stadionstraße befinde sich die Trasse nun auf freiem Feld und zerschneide dort Äcker. „Die entstandenen Zwickel sind natürlich viel schwieriger zu bearbeiten“, sagte Auch-Schwarz.

Mit der neuen Haltestelle auf Höhe der Stadionstraße ergebe sich ein weiteres Problem. Die dortige Unterführung sei schlecht einsehbar, sagte der Obmann der Landwirte. Schon jetzt gebe es gefährliche Situationen, wenn sich zwei Fahrzeuge dort begegnen. „Die Fußgänger, die durch den Tunnel zur Haltestelle laufen werden, brauchen Platz und erschweren die Lage“, sagte Auch-Schwarz. Es ist geplant, dass es für die Leute, die zum Stadtbahn-Stopp laufen, im Tunnel einen abgetrennten Bereich geben soll.

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