Das Stoppsignal der Polizei hat ein Autofahrer ignoriert. Foto: STZN/Phillip Weingand

Um nicht mit Alkohol am Steuer erwischt zu werden, soll ein Mann vor der Polizei geflüchtet sein. Ob er auf seiner Fahrt den Tod eines Polizisten in Kauf genommen hätte, muss nun das Landgericht Stuttgart klären.

Stuttgart - Was hat ein 29-jähriger Autofahrer in Kauf genommen, als er am 1. Dezember 2018 in Stammheim vor der Polizei abhauen wollte? Wäre es ihm egal gewesen, wenn ein Polizist bei seinem Fahrmanöver ums Leben gekommen wäre? Damit befasst sich von Mittwoch an das Stuttgarter Landgericht. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. Der Fall war zunächst am Amtsgericht Bad Cannstatt verhandelt worden. Aufgrund des im Raum stehenden Tötungsvorsatzes wurde das Verfahren aufgrund des im Raum stehenden Tötungsvorsatzes an das Landgericht Stuttgart verwiesen.

Trotz Rot zeigender Ampel fährt der Mann weiter

Der Mann war einer Streife aufgefallen, weil er trotz einer Rot zeigenden Ampel weiterfuhr. Die Beamten verfolgten ihn mit dem Streifenwagen. Da soll der Mann Gas gegeben haben und dabei mit einem Kleinwagen zusammengestoßen sein. Als er danach zurücksetzte und weiterfahren wollte, soll er beschleunigt haben und auf einen Polizisten zugefahren sein, der versucht habe, das Auto zu stoppen – der Beamte konnte noch zur Seite springen. Die Anklage geht davon aus, dass er flüchtete, weil er stark alkoholisiert am Steuer saß.

Für das Verfahren sind bis zum 17. Januar drei Verhandlungstermine angesetzt.

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