Der Präsident des baden-württembergischen Landesbauernverbandes spricht im Videointerview über die Auswirkungen des Volksbegehrens „Pro Biene“ auf die regionale Landwirtschaft: Sollten sich die Aktivisten durchsetzen, stünden viele Höfe vor dem Aus.

Stuttgart - Laut Joachim Rukwied, selbst seit vielen Jahren Landwirt, stehen landwirtschaftliche Betriebe in Baden-Württemberg vor einem gravierenden Eingriff in ihre täglichen Arbeit. „Das Klima in unserer Branche ist momentan von großer Nervosität geprägt“, sagt der Präsident des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg im Videointerview. Der Grund: Sollte das Volksbegehren „Pro Biene“ in Baden-Württemberg erfolgreich sein, dürften die Landwirte künftig keine Pflanzenschutzmittel mehr in geschützten Gebieten verwenden. „Das würde das Aus für viele Betriebe bedeuten“, so Rukwied. Die Einhaltung der strikten Vorschriften könne Landwirte zur Aufgabe ihrer Höfe zwingen.

Eine politische Lösung soll her

Der Landesbauernverband strebt nun eine praktikable Lösung für die betroffenen Betriebe im Südwesten an. Rukwied habe deshalb vor Kurzem mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gesprochen, bislang sei aber noch keine Einigung erzielt worden.

Artensterben verhindern

Die „Pro Biene“-Aktivisten wollen mit Hilfe des Volksbegehren ein vermehrtes Artensterben unter Insekten verhindern. Im Herbst könne über die Annahme im Landtag abgestimmt werden. In Bayern wurde ein ähnliches Begehren mit dem Namen „Rettet die Bienen!“ am 17. Juni beschlossen.

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