Das gestohlene Eingangstor ist wieder zurück in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Foto: dpa

Das gestohlene, historische Eingangstor des Konzentrationslagers Dachau ist zurück an seinem Ursprungsort. Das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ wird in einer Dauerausstellung gezeigt.

Dachau - Das 2014 gestohlene und 2016 in Norwegen wieder entdeckte historische Eingangstor des Konzentrationslagers Dachau ist zurück an seinem Ursprungsort. Am Mittwoch nahm eine Delegation um den Präsidenten des Internationalen Dachaukomitees, Jean-Michel Thomas, und Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) das Tor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ an der KZ-Gedenkstätte Dachau in Empfang.

Spaenle erklärte, dies sei ein „wichtiger historischer Moment“. Bis heute unbekannte Täter hatten das schmiedeiserne Tor in der Nacht auf den 2. November 2014 gestohlen und abtransportiert. Anfang Dezember vergangenen Jahres wurde das Tor im norwegischen Bergen entdeckt. Es wurde in einem Kunsttransport nach Bayern gebracht. Das Tor soll nicht wieder an seinem historischen Standort eingesetzt werden, sondern in die Dauerausstellung der Gedenkstätte übernommen werden.

Schriftzug ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1965

Zu den Gedenkfeiern zum 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers am 30. April soll es erstmals wieder gezeigt werden. Bei dem Tor handelt es sich um die Originaltür des ersten von den Nationalsozialisten errichteten Konzentrationslagers. Der Schriftzug hingegen ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1965. „Dieses Tor mit der Aufschrift ‚Arbeit macht frei’ stand und steht für die Erniedrigung jedes einzelnen Menschen und weiter Teile der Gesellschaft durch die NS-Diktatur“, erklärte Spaenle. Ihr Schicksal sei mit der „Perversion der Sprache“ grausam verharmlost worden.

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