Ein Waschbär hat für einen Kurzschluss bei einem 110-Kilovolt-Transformator eines Berliner Kraftwerkes gesorgt. Foto: dpa-Zentralbild

Ein Waschbär hat in der vergangenen Nacht in Berlin für einen Kurzschluss in einem Heizkraftwerk gesorgt. Die ungewöhnlichen Geräusche der Folgemaßnahmen brachten viele Berliner um ihre nächtliche Ruhe.

Berlin - Die Abenteuer eines Waschbären haben zahlreiche Berliner um den Schlaf gebracht: Das Tier drang in der Nacht zu Donnerstag in ein Kraftwerk ein und löste einen Kurzschluss aus. Nach Angaben des Energieversorgers Vattenfall musste in der Folge Dampf über Sicherheitsventile abgelassen werden, was weithin zu hören war.

Hunderte Anrufe bei der Polizei

Hunderte Anwohner riefen wegen des ungewohnten Lärms die Polizei. Nach Angaben eines Firmensprechers überlebte der Waschbär die Aktion. Mitarbeiter hätten das Tier sowohl vor als auch nach dem Vorfall in der Hochspannungs-Schaltanlage des Heizkraftwerks Reuter im Stadtteil Spandau gesichtet. Versuche, den ungebetenen Gast mit Unterstützung von Mitgliedern der Umweltorganisation Nabu und eines Jägers einzufangen, seien gescheitert. Der Waschbär sei „aktiv geflüchtet“. Laut Vattenfall verursachte der Eindringling zunächst einen Kurzschluss an einem 110-Kilovolt-Transformator samt lautem Knall und Blitz. Weil dies zur Abschaltung einer Dampfturbine führte, wurde anschließend Wasserdampf über spezielle Ventile abgelassen.

Geräusche ware weit hörbar

Dies habe zu „weithin hörbaren Geräuschen“ und den vielen Anrufen bei der Polizei geführt, erklärte der Betreiber. Gefahren für Menschen oder die Energieversorgung hätten aber zu keinen Zeitpunkt bestanden. Vattenfall habe außerdem umgehend die Polizei und die Feuerwehr informiert, um für Entwarnung zu sorgen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gingen während des Vorfalls zwischen 2.15 und 3.00 Uhr insgesamt „mehrere hundert Anrufe“ von Anwohnern ein.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: