185 Fälle von akuten Alkoholvergiftungen gab es im Jahr 2018. Foto: picture alliance/dpa/Jens Büttner

Im Kreis Esslingen müssen immer weniger Menschen mit akuter Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Der rauschhafte Alkoholkonsum ist vor allem in jungen Jahren schädlich, warnen Ärzte.

Kreis Esslingen - Die Zahl der Alkoholvergiftungen im Kreis Esslingen geht weiter zurück. Laut einer Auswertung der AOK Neckar-Fils gab es im Jahr 2018 insgesamt 185 Fälle von akuten Alkoholvergiftungen, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Das ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Im Jahr 2017 registrierte die AOK noch 225 Fälle.

Viel Alkohol beeinträchtigt auch die Fitness und den Muskelaufbau

„Rauschtrinken ist ein gesundheitlich riskantes Trinkverhalten, das akute Schäden wie Alkoholvergiftungen und Verletzungen sowie Gewalt – auch gegenüber Dritten – zur Folge haben kann“, sagt die AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Der rauschhafte Alkoholkonsum sei vor allem in jungen Jahren besonders schädlich. „In diesem Alter kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden, daher können bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen führen“, warnt Sabine Knapstein. Zudem weist die Ärztin darauf hin, dass Alkohol in erheblichem Maß die Fitness und den Muskelaufbau beeinträchtigt. Abgesehen davon könne übermäßiger Alkoholkonsum beispielsweise das Risiko für Krebs, neurologische Störungen, Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, Störungen im Verdauungssystem und vor allem für Leberkrankheiten erhöhen.

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