Klaus Moritz, einer der Organisatoren des Hamburger Fischmarkts. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Die Krabbenbrötchen beim Fischmarkt sind dieses Jahr erheblich billiger ausgefallen als sonst. Bis zu zwei Euro können Besucher noch bis zum Sonntag beim Genuss von Krabbenbrötchen sparen. Fischmarkt-Chef Klaus Moritz erklärt, wie es zu dem Preisunterschied kommt.

Stuttgart - Der Hamburger Fischmarkt läuft seit gut einer Woche mehr als erfolgreich – jeden Tag tummeln sich viele Besucher auf dem Karlsplatz in Stuttgart, um die Maultaschen einmal links liegen zu lassen und sich stattdessen Spezialitäten aus Norddeutschland zu gönnen. Besonders Krabbenbrötchen sind dieses Jahr gefragt. Und die sind dieses Jahr um einiges billiger als in den Vorjahren.

Die Krabbenbrötchen sind dieses Jahr bis zu zwei Euro billiger als sonst, weil es so viele Krabben gibt. Und das, während man überall von der Überfischung der Meere hört. Wie kommt es dazu?

Das ist ein ganz normales, natürliches Phänomen: Von den Granatkrabben gibt es über mehrere Jahre hinweg genug und auf einmal machen sie sich von ganz alleine rar. Sie verkriechen sich und machen sich hübsch – das dauert ja auch bei Frauen manchmal seine Zeit – und nach ein paar Jahren sind sie dann auf einmal wieder da. Das ist jetzt auch wieder passiert. Manchmal stehen dann sogar die Fischkutter tagelang in den Häfen und fahren nicht mehr raus, weil sie nicht wissen, an wen sie die Krabben noch verkaufen sollen. Wir hatten ein Wahnsinnsglück, dass das jetzt passiert ist und wir die Preise deshalb herunterschrauben konnten.

Merkt man das an der Nachfrage?

Na klar, die Krabbenbrötchen verkaufen sich besser als sonst.

Und bei den anderen Fischen?

Bei anderen Fischen ist das nicht so. Hering kann man zum Beispiel nur zu bestimmten Zeiten fangen, damit auch schön etwas dran ist. Wenn man sich einen Hering im Sommer anschaut und dann später wieder einen, der schon gelaicht hat – da könnte man denken, das seien zwei verschiedene Fischarten! Insgesamt gilt die Fangquote: Die Fischbestände sollen erhalten bleiben und werden kontrolliert. Je nachdem, wie die Kontrolle ausfällt, werden bestimmte Fische dann herunterquotiert.

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