Die Energieagentur (mittleres Gebäude) in der Hoferstraße braucht einen neuen Chef. Foto: factum/Archiv

Eine Einrichtung wie die Lea ist wertvoll. Es wird höchste Zeit, dass mehr Kommunen diesen Wert erkennen und sich entsprechen einbringen.

Ludwigsburg - Energiewende – schon mal gehört? Klimawandel – ein geläufiger Begriff? Im Kreis Ludwigsburg, hat es den Anschein, können diese Themen nicht allzu hoch bewertet werden. Wie sonst sollte es zu erklären sein, dass von den 39 Kommunen lediglich acht (!) Mitglied bei der Energieagentur Lea sind? Und das sind nicht mal die größten.

Wenn man bei den Diskussionen über Feinstaub, CO2, Energiepreise oder Energieeffizienz etwas verinnerlicht haben sollte, dann das: Beim ohnehin viel zu langsamen Abschied von fossilen und nuklearen Brennstoffen spielen die Kommunen einen entscheidende Rolle. Hier stehen die Gebäude, die noch immer einen großen Teil der Kohlendioxid-Emissionen verursachen. Hier leben die Menschen, die diese Gebäude bauen – oder sanieren müssen.

Unabhängig ist wertvoll

Die Energieagentur für den Kreis Ludwigsburg ist gegründet worden, damit sie Verwaltungen und Bürger beim nachhaltigen Umgang mit Energie berät – kostenlos und unabhängig. Wer sich jemals mit Energiesparverordnungen, Erneuerbarem-Wärme-Gesetz, Umwälzpumpen, Dachdämmungen oder anderem Undurchschaubaren beschäftigen musste, weiß sehr genau, was ein unabhängiger Rat wert ist. Dass der Bedarf danach auch in jenen Kommunen vorhanden ist, die nicht Mitglied der Lea sind, zeigen die Zahlen der Agentur.

Es ist tragisch: So lange die Lea so klein ist, wird sie kaum wahrgenommen. So lange ihre Bedeutung kaum sichtbar ist, erscheint es unattraktiv, ihr beizutreten. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Ansonsten wird der Landkreis einen unschätzbaren Schatz verlieren.

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