Abstand halten? Ist für Kita-Kinder schwierig. Foto: dpa/Carsten Rehder

Viele Arbeitgeber bitten Eltern wieder zurück an den Arbeitsplatz. Doch in Stuttgarter Kitas können zusätzliche Kinder im Rahmen der erweiterten Notfallbetreuung frühestens am Mittwoch untergebracht werden.

Stuttgart - Eltern, die ihr Kind in der erweiterten Notfallbetreuung unterbringen wollen, müssen sich noch etwas gedulden. Städtische Kitas könnten frühestens am Mittwoch zusätzliche Kinder im Rahmen der erweiterten Notbetreuung unterbringen, teilte die Jugendamtschefin Susanne Heynen unserer Zeitung am Freitag mit. Das Gleiche gilt für den evangelischen Kitaträger, wie Jörg Schulze-Gronemeyer bestätigte. Und auch andere Kitaträger werden das wohl so machen.

Die Landesregierung hatte diese erweiterte Notbetreuung zwar bereits für Montag, 27. April, angekündigt. Allerdings sei die rechtlich verbindliche Verordnung erst am Donnerstag gekommen, berichtet Heynen. Noch am selben Tag habe man die Eltern darüber informieren und ihnen ein Formblatt zur Anmeldung schicken können. Anspruch auf einen Platz hat man, wenn der Arbeitgeber die Unabkömmlichkeit und Präsenz der Eltern am Arbeitsplatz bestätigt und man auch sonst keine andere Betreuungsmöglichkeit hat.

Die Kapazitäten der erweiterten Kita-Notbetreuung sind noch unklar

Falls es mehr Anträge gibt als Kapazität in den Einrichtungen, werde man eine Priorisierung vornehmen, so Heynen. Die Kriterien dafür entwickle man derzeit. Noch unklar sei bisher auch, wie viele der 2700 städtischen Kitamitarbeiter zu den vulnerablen Personen zählten und somit für die Betreuung ausfielen. Wie viele Kinder aufgenommen werden können, hänge auch von den räumlichen Voraussetzungen jeder einzelnen Kita ab, so Heynen.

Für die Erzieherinnen habe man FFP2-Masken bestellt, die seien aber noch nicht geliefert worden. Die Gewerkschaft Verdi begrüßt die Erweiterung der Notbetreuung, doch müssten auch in Kitas die Abstandsregeln eingehalten werden.

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