Für die Mäusebussarde geht’s ab ins Baby-Planschbecken. Foto: privat

Zwei junge Mäusebussarde unterhalten im Wohngebiet von Rommelshausen ihre menschlichen Nachbarn gekonnt.

Rommelshausen - Sie sonnen sich auf dem Garagendach, hüpfen durch den Garten und planschen im Baby-Swimmingpool. Ein Mäusebussardweibchen hat sich einen Platz mitten in der Zivilisation ausgesucht, um ihre beiden Jungen großzuziehen. Zur Freude der Nachbarschaft in der Uhlandstraße in Rommelshausen. Die beiden mittlerweile flügge gewordenen jungen Bussarde sind seit Wochen das Lieblingsfotomotiv und Beobachtungsobjekt von Heike Schnaidt-Glenz, Helga Mutschler-Thamm und Yvonne Häberle.

Oft sitzen die Frauen bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse von Heike Schnaidt-Glenz beieinander und halten Ausschau nach den jungen Mäusebussarden und ihrer Mutter. Das Nest sei in den Jahren davor von Elstern belegt gewesen, sagt Heike Schnaidt-Glenz. „Die haben auch lange um ihr Nest gekämpft und wollten es zurück haben, aber der Bussard hat sich nicht vertreiben lassen.“

Beim Blick aus dem Küchenfenster fällt der Blick auf einen Bussard

Der gefiederte Nachwuchs legt die gleiche Hartnäckigkeit an den Tag wie die Alte. Helga Mutschler-Thamm erzählt, dass sie kürzlich morgens aus dem Küchenfenster geblickt habe, und einer der beiden Jungvögel nur knapp einen Meter entfernt von ihr auf dem Garagendach gesessen habe. „Der hat mich dann ganz entspannt angeschaut.“

Gerade eben haben die Vogelfreundinnen gegenüber auf dem Hausdach einen der beiden jungen Bussarde entdeckt. Wenig später landet der zweite Vogel auf dem Garagendach, streckt die Flügel aus und sonnt sich. Seit zwei Wochen sind die Jungen aus dem Nest und seitdem schwer aktiv und neugierig, erzählt Yvonne Häberle. „Sie bespaßen uns richtig.“ Auch die Katzen in der Gegend haben die Riesenvögel längst registriert. Während Stella, der Tiger von Familie Schnaidt-Glenz, die Bussarde respektvoll aus der Entfernung beobachtet, hat Helga Mutschler-Thamm neulich eine schwarze Katze beobachtet, die einen Angriff versuchte. „Weder Katze noch Vogel ist etwas passiert.“

Der Bussard-Nachwuchs ist penetrant wenn er Hunger hat

Penetrant sind die zwei Kleinen vor allem auch, wenn sie Hunger haben. Dann rufen sie laut nach der Mutter, die auf Beutesuche über ihnen im Himmel kreist. Der erwachsene Vogel habe ganz schön zu tun, die Brut zu versorgen, erzählen die Nachbarinnen. Sie haben nämlich beobachtet, dass sich die beiden Jungen keine Maus teilen. Die Mutter müsse also immer für beide separat Nagetiere jagen, sagt Heike Schnaidt-Glenz und schaut mit aufmerksamen Blick in den Himmel. Es dauert nicht lange, bis ihre geschulten Augen am Himmel die Silhouette der Bussard-Mama entdecken, die über dem Schmidener Feld im Westen ihre Kreise zieht und Mäuse sucht.

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