Der „Tatort“ wurde diesmal in einer Dortmunder Klinik gedreht. Foto: WDR

Die im „Tatort“ gezeigte Klinik in Dortmund kam am Sonntag zum Public Viewing zusammen. Per Twitter hatte sie sich dabei Rege zu der neuen Folge namens „Inferno“ geäußert.

Dortmund - Der „Tatort“ aus Dortmund hat eine lebhafte Diskussion auf Twitter ausgelöst. Für die jüngste Folge „Inferno“ sei das Filmteam neun Tage zu Gast gewesen, hieß es in einem Tweet des Dortmunder Klinikums. Mitarbeiter hatten sich „Inferno“ am Sonntagabend in einem „Public Viewing“ gemeinsam angesehen und manche Szenen mit einem Augenzwinkern kommentiert.

In der Episode ermitteln die vier Kommissare um Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) nach dem Tod einer Internistin in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Dabei sind gestresstes Pflegepersonal, das zum Teil Dutzende Überstunden geleistet hat und überarbeitete Ärzte, die sich mit Medikamenten aufputschen, in einer notorisch unterbesetzten Abteilung zu sehen.

Das Klinikum nannte das im „Tatort“ vermittelte Bild der Notaufnahme „überzeichnet“.

Tatort sorgte für Gelächter in Klinik

„Lustig“ war dagegen laut einem Tweet der Klinik „ein Internist, der plötzlich operiert“, was mit einem Tränen lachenden Emoji versehen wird - denn das „macht der sonst eher selten“.

„Gelächter“ habe es bei einer unrealistischen Szene mit Bönisch gegeben, die in der Klinik unterwegs war: So weit komme niemand mit Straßenklamotten.

Der „Tatort“ war am Sonntag Favorit des Abends: Im Schnitt hatten 8,63 Millionen Zuschauer eingeschaltet. Bei einem Marktanteil von 24,6 Prozent schaute also fast jeder fünfte Zuschauer um diese Zeit zu. Ob auch der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau darunter war, blieb zunächst offen.

Er hatte sich über die vorherige Folge „Zorn“ im Januar heftig bei WDR-Intendant Tom Buhrow beschwert, seine Stadt und das Ruhrgebiet seien klischeehaft negativ dargestellt. Diesmal äußerte sich der SPD-Politiker auf dpa-Anfrage nicht. Bei „Inferno“ ist die ein oder andere weniger vorteilhafte Ecke der Stadt zu sehen oder mal ein ein trister Straßenzug - die meisten Szenen spielen aber im Krankenhaus.

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