Erst mit Hilfe eines Notarztes konnte die Polizei den Angreifer überwältigen. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand

Sonntagmorgen in Fellbach: Ein 21-Jähriger dringt in eine Wohnung ein und attackiert eine Familie. Als diese ihn zu dritt in die Flucht schlagen kann, ist der Ärger noch nicht vorbei. Die Polizei prüft, ob Drogen im Spiel waren.

Fellbach - In Fellbach-Schmiden (Rems-Murr-Kreis) hat am Sonntagmorgen ein 21-Jähriger eine Familie in deren Haus attackiert und mehrere Personen verletzt. Wie die Polizei mitteilt, war er über eine offene Terrassentür in eine Wohnung in der Käthe-Kollwitz-Straße eingedrungen. Ohne ersichtlichen Grund soll er auf eine dort im Bett liegende 56-Jährige losgegangen sein.

Diese rief ihren Mann zu Hilfe. Zusammen versuchten sie vergeblich, den Angreifer im Schlafzimmer einzusperren. Dies misslang. Erst mit der Hilfe des 17 Jahre alten Sohnes konnte die Familie den 21-Jährigen aus der Wohnungstür drängen. Dabei zog sich der 48 Jahre alte Familienvater eine schwere Handverletzung zu.

Der Angreifer flüchtet zur Anne-Frank-Schule – und macht dort weiter

Der 21-Jährige flüchtete zur Sporthalle der Anne-Frank-Schule, wo gerade eine Veranstaltung stattfand. Er umklammerte eine 36-Jährige, woraufhin mehrere Zeugen versuchten, ihn aufzuhalten. Einer 48-jährigen Frau wurde der Arm eingeklemmt, der 21-Jährige biss einen Mann in den Arm. Ein 35-Jähriger konnte ihn überwältigen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Ein Notarzt stellte den 21-Jährigen ruhig, er kam in eine Fachklinik.

„Warum er so ausgetickt ist, wissen wir noch nicht“, sagt ein Polizeisprecher. Die Polizei geht von einem psychischen Ausnahmezustand aus und prüft jetzt, ob Drogen eine Rolle gespielt haben. Bekannt seien sich die Familie und der Angreifer offenbar nicht.

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