In diesem Haus kam die Mutter und ihr Kind ums Leben. Foto: dpa

Am frühen Morgen steht eine Doppelhaushälfte in Flammen. Für eine 35-Jährige und ihr kleines Kind kommt jede Hilfe zu spät, ihr Partner ist in Lebensgefahr. Ermittler suchen die Ursache für das Unglück.

Dassow - Ein Kleinkind und dessen Mutter sind bei einem Brand in einer Doppelhaushälfte in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. Der Lebensgefährte der 35-Jährigen wurde am Samstag mit einer lebensbedrohlichen Rauchgasvergiftung in eine Klinik nach Lübeck gebracht, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Feuerwehrleute hatten den 39-Jährigen zuvor aus dem brennenden Gebäude gerettet.

Das Feuer war am frühen Samstagmorgen in Klein Voigtshagen bei Dassow in der von der dreiköpfigen Lebensgemeinschaft bewohnten Doppelhaushälfte ausgebrochen. Kurze Zeit später stand fast der komplette Dachstuhl des Gebäudes in Flammen. Ob der Lebenspartner auch der Vater des Kindes ist, sagte der Polizeisprecher nicht.

60 Retter im Einsatz

Probleme bei den Rettungsarbeiten bereitete der Feuerwehr der Dachstuhl des Gebäudes im Fachwerkstil. Der Dachstuhl war im Verlauf des Brandes in sich zusammengestürzt, weshalb die Einsatzkräfte nur schwer ins Innere des Hauses vordringen konnten. Am Vormittag fanden sie die Leiche des Kleinkindes. Wenig später wurde auch die Leiche der Mutter aus den Trümmern geborgen.

Insgesamt waren rund 60 Hilfskräfte von sechs Feuerwehren im Einsatz. Am Nachmittag hatten sie den Brand zunächst gelöscht. Gegen Abend flammte das Feuer aber erneut auf. Es habe erneut gelöscht werden müssen, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Schwerin.

Die Bewohner der anderen Haushälfte seien rechtzeitig auf den Brand aufmerksam geworden und hätten sich in Sicherheit gebracht, teilte der Polizeisprecher mit. Bis auf Weiteres werden sie wegen der Brandschäden wohl nicht in ihr Haus zurückkehren können. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf über 100.000 Euro. In Zusammenarbeit mit einem Brandursachenermittler soll geklärt werden, warum das Feuer ausgebrochen war. Dem Polizeisprecher zufolge sei mit ersten Ergebnissen gegen Mitte kommender Woche zu rechnen.

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