Häufig sind weggeworfene Zigarren Auslöser für einen Waldbrand, warnt Georg Belge von der Stuttgarter Feuerwehr. (Symbolbild) Foto: imago images/Emmanuele Contini/Emmanuele Contini via www.imago-images.de

Hohe Temperaturen kündigt der Deutsche Wetterdienst für Freitag und Samstag an. Mit der Hitze steigt auch die Waldbrandgefahr – Feuerwehr und Forstamt warnen und informieren, wie ein Brand verhindert werden kann.

Stuttgart - Am Wochenende wird es heiß – bis zu 38 Grad Celsius sind möglich, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Mit der Hitzewelle steigt auch die Waldbrandgefahr. „Die Gefahr ist derzeit sehr hoch“, berichtet der Branddirektionsleiter Georg Belge von der Stuttgarter Feuerwehr. Das hänge neben den hohen Temperaturen auch mit der Trockenheit, beziehungsweise dem fehlenden Niederschlag zusammen. Die Feuerwehr teile in fünf Gefahrenstufen auf: „An den Messstellen in Stuttgart wurden nun die Stufen vier und fünf erreicht“, macht Belge deutlich. Das bedeute, am Wochenende sei die Waldbrandgefahr am höchsten.

Außergewöhnliche Dürre

Auch der Boden leidet unter dem langen, trockenen Sommer. Besonders im Süden Baden-Württembergs, aber auch in Teilen Stuttgarts hat das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in den vergangenen zwei Wochen die maximale „außergewöhnliche Dürre“ auf seinem Dürremonitor beim Gesamtboden festgestellt. Landesweit ist der Boden größtenteils „schwer“ bis „extrem“ trocken. Grundlage für die Messungen sind Simulationen mit dem am UFZ entwickelten mesoskaligem hydrologischen Modell mHM.

Nur ein „ergiebiger Sommerregen“ könne nun dazu beitragen, die Waldbrandgefahr zu senken, sagt Branddirektionsleiter Georg Belge. Ursache für die Wald- und Flächenbrände seien meist Funken, beispielsweise von Grillfeuern oder brennendem Reißig. „Häufig sind es auch weggeworfene Zigaretten, die einen Brand auslösen“, warnt Belge. In der Regel entzünde sich dann, vom Wind begünstigt, zunächst das trockene Gras und Gehölz. Der Brand könne sich anschließend sehr schnell verbreiten und sich auf die Baumstämme und später auf die Baumwipfel ausbreiten.

Um einen Brand zu verhindern, bittet Belge um Rücksicht: „Werfen Sie keine brennenden Gegenstände weg und löschen Sie ihr Feuer, sofern es nicht sowieso ein Verbot gibt.“ Wer einen Brand bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 informieren und den Standort möglichst genau beschreiben.

Feuer im Wald verboten

Das Feuermachen und Rauchen ist im Wald noch bis Oktober verboten, informieren die Feuerwehr Stuttgart, die untere Forstbehörde Stuttgart am Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie der größte Forstbetrieb des Landes ForstBW. Die Folgen einer Missachtung könnten dramatisch sein. Zur Bekämpfung würden enorme Ressourcen an Personal und Material benötigt. Auch die Tier- und Pflanzenwelt erleide erhebliche Schäden.

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