Die meisten Igel überstehen den Winter ohne menschliche Hilfe. Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Im Herbst bereiten sich Igel auf ihren Winterschlaf vor. Dazu suchen sie auch in unseren Gärten nach Futter. Das können Sie tun, um den Igeln das Überwintern zu erleichtern.

Stuttgart - Die Temperaturen sinken und wie viele Tiere bereitet sich der Igel auf den Winterschlaf vor. Dieser dauert in der Regel von November bis März. Laut PETA fällt es den Tieren jedes Jahr schwerer, Nahrung sowie den richtigen Platz für ihre Winterquartiere zu finden. Denn der Lebensraum des Igels sei durch die sich ausdehnenden Wohngebiete immer knapper geworden. Wer den Tieren helfen will, könne im eigenen Garten anfangen und diesen igelfreundlich gestalten.

Besonders wichtig seien laut PETA natürliches Grün: Büsche und Hecken dienen als Unterschlupf für die kleinen Tiere. Außerdem tummeln sich dort viele Insekten. Auf diese seien die Igel im Winter besonders angewiesen, da sie sich für den Winterschlaf ein gutes Polster anfressen müssen. Auch bei der Pflege des eigenen Gartens könne man auf die stacheligen Säugetiere Rücksicht nehmen: chemischer Dünger und Insektenschutzmittel schaden ihnen. Tierfreunde sollten deshalb laut PETA auf natürliche Alternativen wie Komposterde und Rindenmulch zurückgreifen. Außerdem sei es wichtig, sicherzustellen, dass die Igel von Garten zu Garten weiterziehen können. So helfe es oft schon, statt eines Gartenzauns eine Hecke anzulegen.

Manche Igel brauchen menschliche Hilfe

Nicht nur die Struktur des eigenen Gartens erleichtert den Igeln das Überwintern. Eine andere Idee: ein Igelhaus aufstellen. Der Unterschlupf sollte wetterfest sein und mit Laub ausgepolstert werden. Aber auch Hohlräume anderer Art können als Winterquartier geeignet sein. So könne sich ein Igel beispielsweise auch unter dem Hohlraum des Gartenhauses einquartieren.

Nicht jeder Igel schafft es aus eigener Kraft, den Winter zu überstehen. Abgemagerte und zitternde Tiere, die husten und röcheln sind laut PETA ein Alarmsignal. Andere Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, sind: Wenn sie sich nicht mehr einrollen oder tagsüber unterwegs sind. Wer mitten im Winter bei Schnee und Dauerfrost ein Tier draußen entdeckt, sollte auch zur Hilfe eilen: Denn Igel, die im Winter aktiv sind, seien meist krank oder zu schwach, um den Winter ohne Hilfe zu überleben.

Wer einen Igel findet, der hilfsbedürftig scheint, kontaktiert am besten einen Tierarzt oder das örtliche Tierheim, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Auch Igelauffangstationen können betroffenen Tieren helfen, den Winter zu überstehen.

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