Ein Arbeiter montiert ein Getriebe. Der Export von Maschinen läuft derzeit allerdings in Deutschland nicht wie geschmiert. Foto: dpa/Felix Kästle

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau gehört zu den wichtigsten Branchenverbänden Deutschlands. Derzeit hat er nicht viel Grund zur Freude, denn der Export ist erschwert und die Investoren sind verunsichert.

Frankfurt/Main - Internationale Handelskonflikte belasten die Geschäfte der Maschinenbauer nach Einschätzung des Branchenverbandes VDMA auch im kommenden Jahr. Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie rechnet für 2020 mit einem Rückgang der Produktion um preisbereinigt zwei Prozent, wie der Verband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. Hinzu kämen die Unwägbarkeiten des Brexits und der Strukturwandel in der Autoindustrie, einem wichtigen Kunden der Branche.

„All diese Faktoren führen bereits zu konkreten Belastungen zahlreicher Abnehmer unserer Maschinen und Anlagen weltweit und verunsichern generell Investoren, die sich deshalb mit Investitionen zurückhalten“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Seit Jahresbeginn sind die Aufträge für die Branche stetig gesunken. Für das laufende Jahr rechnet der VDMA ebenfalls mit einem Produktionsminus von zwei Prozent zum Vorjahr. Im vergangenen Jahr hatte die Industrie mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten noch ein Plus von gut 2 Prozent erzielt.

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