Nach der Ankündigung der Grünen hat sich Boris Palmer geäußert. (Archivbild) Foto: dpa/Silas Stein

Nachdem die Grünen angekündigt hatten den Tübinger Oberbürgermeister nach dessen umstrittenen Äußerungen die Unterstützung zu entziehen, hat Boris Palmer gelassen reagiert.

Tübingen - Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat gelassen auf die Ankündigung der Parteispitze reagiert, ihm nach umstrittenen Äußerungen die Unterstützung zu entziehen. „Wir befinden uns in einer existenziellen Krise. Die Kandidatenfindung für die Tübinger OB-Wahl kann noch eine Weile warten. Dann ist genug Zeit, das in Ruhe zu besprechen“, sagte er am Montag auf Anfrage.

Palmer hatte vor einigen Tagen zum Umgang mit hochbetagten Corona-Kranken gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Dafür erntete er massive Kritik. Grünen-Bundeschefin Annalena Baerbock sagte am Montag, bei einer erneuten Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt in Tübingen oder für eine andere politische Tätigkeit werde Palmer nicht mehr unterstützt. Dem schloss sich die Landesparteispitze an.

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