Feuerwehrleute haben auf dem Neckar eine Ölsperre errichtet. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg/Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Mehrere Feuerwehren aus dem Kreis Ludwigsburg waren am Mittwoch bis in die Abendstunden bei einem Einsatz am Neckar beschäftigt. Den Rettern war ein Ölteppich auf dem Fluss gemeldet worden. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Freiberg am Neckar - Ein Ölteppich auf dem Neckar bei Freiberg am Neckar (Kreis Ludwigsburg) hat am Mittwoch zu einem Großeinsatz mehrerer Feuerwehren und der Wasserschutzpolizei geführt. Passanten hatten die Verschmutzung entdeckt. Um die Betriebsflüssigkeit einzudämmen, errichteten die Retter eine Ölsperre.

Zunächst war unklar, wobei es sich bei der Flüssigkeit, die sich zwischenzeitlich auf einer Fläche von 50 mal 50 Metern verteilte, konkret handelt. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, Feuerwehrmänner aus drei Kommunen waren bis in die Abendstunden beschäftigt. Der Neckar war über Nacht für die Schifffahrt in dem Bereich gesperrt.

Schwerere Schäden seien nicht zu erwarten, sagte ein Polizeisprecher. Um den Umweltsünder ausfindig zu machen, hatte die Polizei einen Hubschrauber eingesetzt, der Luftbilder fertigte. Das Öl stammte von einem belgischen Gütermotorschiff, das in einem nahe gelegenen Industriegebiet ankerte. Der Schiffsführer gab an, beim Abpumpen des Wassers aus dem Wasser-Öl-Gemisch aus der Bilge des Bugstrahlmaschinenraums versehentlich auch Öl abgepumpt zu haben. Insgesamt gelangten so etwa 5000 Liter Öl-Wasser-Gemisch in den Neckar. Den Schiffsführer erwartet nun eine Anzeige wegen Gewässerverunreinigung. Darüber hinaus wurde ihm die Weiterfahrt untersagt, bis er den Gefahrstoff entsorgt hat.

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