Mehr Grammys als Arme, um sie festzuhalten: Lady Gaga. Foto: AFP

Mit ihrem Hit „Shallow“ lagen Lady Gaga und ihr Filmkollege Bradley Cooper ganz vorn bei den Grammys. Nur in der Kategorie „Song des Jahres“ gingen sie leer aus. Bejubelt wurde der Überraschungsauftritt von Michelle Obama.

Los Angeles - Lady Gaga und Bradley Cooper haben mit dem Song „Shallow“ aus dem Musikfilm „A Star Is Born“ einen Grammy für die beste Pop-Duo-Darbietung gewonnen. Unter Tränen nahm Gaga am Sonntag bei der Gala im Staples Center in Los Angeles die Trophäe entgegen. Ihr Dank gelte Mit-Hauptdarsteller Cooper, der aktuell in England für die Verleihung der britischen Filmpreise weile, sagte die Sängerin und Schauspielerin.

Zudem fand die 32-Jährige in ihrer Rede ermutigende Worte für Kollegen mit psychischen Problemen. Sie sei stolz darauf, in einem Film mitgewirkt zu haben, in dem die Problematik thematisiert werde. Künstler hätten oft mit psychischen Leiden zu kämpfen. An die Adresse der Musiker im Publikum sagte Gaga zudem: „Wenn ihr leidet, versucht den Mut aufzubringen, tief einzutauchen.“

Für Gaga war es der dritte Grammy des Tages. Bei einer vor der Hauptshow abgehaltenen Zeremonie, an der sie nicht teilnahm, war sie unter den Gewinnern der Auszeichnung für den besten Song für visuelle Medien. Diesen Grammy teilt sie sich mit den Co-Songschreibern Mark Ronson, Andrew Wyatt und Anthony Rossomando. Zudem räumte Gaga mit ihrem Song „Joanne (Where Do You Think You’re Goin’?)“ die Auszeichnung für die beste Pop-Solo-Darbietung ab.

Lied des Jahres: „This Is America“

„This Is America“ wurde als Lied des Jahres ausgezeichnet. Danny Glover, der unter seinem musikalischen Alter Ego Childish Gambino auftritt, nahm die Trophäe für den gesellschaftskritischen Song am Sonntag im Staples Center in Los Angeles entgegen. Den Preis teilt er sich mit seinen Co-Songwritern Ludwig Goransson und Young Thug, dessen bürgerlicher Name Jeffery Lamar Williams lautet.

Überraschungsauftritt von Michelle Obama

Die frühere First Lady Michelle Obama sorgte mit einem Überraschungsauftritt für Furore. Kurz nach Beginn des Spektakels erschien die Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama unangekündigt auf der Bühne und wurde mit großem Jubel begrüßt.

Michelle Obama würdigte die Rolle, die Musik in ihrem Leben gespielt habe: „Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen. Und ich weiß, das trifft für jeden hier zu“. Bei ihrem kurzen Auftritt stand die frühere First Lady Seite an Seite mit der R&B-Sängerin und diesjährigen Grammy-Moderatorin Alicia Keys sowie den Sängerinnen und Schauspielerinnen Lady Gaga, Jennifer Lopez und Jada Pinkett Smith. Alle fünf Frauen priesen die Kraft der Musik.

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