Rauchen verursacht Krebs, wer darauf verzichtet, verringert das Risiko zu erkranken. Foto: dpa

Mehr als jeder dritte Tumor ließe sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Wir stellen ein paar Maßnahmen im Alltag vor.

Stuttgart - Ein gesunder Lebensstil kann vor einer Krebserkrankung schützen. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat einige Regeln aufgestellt, die es Krebszellen schwer machen, sich im Körper auszubreiten. Und Wissenschaftler des deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg haben gezeigt, dass ein gesundes Dasein mehr als ein Drittel aller Krebsfälle verhindern könnte.

1. Rauchen

Rauchen verursacht Krebs – das ist auf jeder Zigarettenschachtel zu lesen. Tatsächlich verwandelt sich die Zigarette im Augenblick des Anzündens in einen chemischen Reaktor, der mehr als 4000 verschiedene Verbindungen freisetzt. Hunderte dieser Substanzen wirken toxisch, mindestens 50 krebsauslösend. 89 Prozent der Lungenkrebsfälle bei Männern und 83 Prozent bei Frauen gehen auf Rauchen zurück.

2. Übergewicht

Mit mit jedem Kilo mehr auf der Hüfte kann sich das Krebsrisiko erhöhen. Das Fettgewebe beeinflusst den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt im Körper: Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause, Dickdarmkrebs oder Nierenzellkrebs können die Folge sein.

3. Ernährung

Wer sich ausgewogen ernährt, hält das Krebsrisiko in Schach. Etwa acht Prozent aller Krebsfälle gehen auf das Konto ungesunder Ernährung. Schlecht sind dabei vor allem rotes Fleisch und Wurst – beim Pöklen und Räuchern etwa entstehen krebserregende Stoffe. Gesund essen heißt: Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.

4. Alkohol

Man muss nicht ganz auf ein Glas Wein verzichten. Aber: Je weniger, desto besser. Denn Alkohol ist ein Risikofaktor für Krebs der Mundhöhle, der Speiseröhre, des Kehlkopfes, des Magens, der Leber und Brust.

5. Bewegung

Körperliche Aktivität senkt das Krebsrisiko. Durch regelmäßige Bewegung werden sogenannte Tumorsuppressorgene unterstützt, die das Wachstum von Krebszellen unterdrücken. 20 Minuten am Tag reichen.

6. Sonne

Wer sich ständig in die Sonne legt, stresst seine Hautzellen durch die UV-Strahlung – vor allem Kinder sollten geschützt werden. Bei jedem Sonnenbrand wird das Erbgut der Hautzellen irreparabel geschädigt.

7. Impfen

An Impfstoffen gegen Krebs wird weltweit geforscht. Gegen Gebärmutterhalskrebs wurde bereits ein wirksamer Impfstoff entwickelt: Seit 2006 gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Geimpft werden sollten Mädchen ab dem Alter von 9 Jahren.

9. Vorsorge

Für viele Krebsarten gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen. Rechtzeitig erkannt können viele Tumore erfolgreich behandelt werden. Bei der Darmspiegelung etwa kann man schon bei der Untersuchung Krebsvorstufen erkennen und entfernen, sodass gar kein Krebs entsteht. Wer genetisch vorbelastet ist, sollte regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.

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