Ort des Zwischenfalls: Das drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt „Allure of the Seas“ Foto: dpa/Markku Ojala

Ob gefährlich oder nur geschmacklos: Fragwürdige Selfies sind nichts Neues mehr. Konsequenzen haben diese für die betreffenden Personen aber eher selten. Eine Kreuzfahrtgesellschaft hat im Fall einer Passagierin nun jedoch hart durchgegriffen

Stuttgart - In Zeiten von sozialen Netzwerken wie Instagram gilt auch für Selfies oft das Motto: Höher, schneller, weiter. Ob denkwürdige Bilder in Tschernobyl oder gefährliche Fotos auf Bahngleisen, für Likes gehen manche Nutzer weiter, als sie es wohl sonst tun würden. Die Reederei Royal Caribbean will nun offenbar gegensteuern und hat bei einem Vorfall an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs „Allure of the Seas“ drastische Konsequenzen ergriffen.

Wie mehrere Medien in Berufung auf einen Passagier berichten, kletterte eine unbekannte Frau in ihrer Balkonkabine des Schiffes zunächst über die Reling, um dann im Badeanzug und mit ausgestreckten Armen für ein Foto zu posieren. Der beobachtende Passagier informierte die Crew, eigenen Angaben zufolge, da er sich über die Absichten der Frau nicht im Klaren gewesen sei und postete später ein Bild der posierenden Frau auf Facebook.

Im nächsten Hafen in Falmouth auf Jamaika wurde die Frau auf Anweisung des Kapitäns von Bord gebracht und darüber hinaus lebenslang von Fahrten mit Royal-Caribbean-Schiffen ausgeschlossen. Laut den Verhaltensregeln von Royal Caribbean ist das „Sitzen, Stehen, Liegen oder Klettern auf, auf, über oder neben Außen und Innengeländern sowie sonstigen Barrieren“ nicht gestattet.

Davon abgesehen, ist wohl auch am Bild gut erkennbar, in welche Gefahr sich die Frau für das Selfie gebracht hat.

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