Im Alten Landtag im Heusteigviertel trafen sich die Palarmantierer von 1947 bis 1961. Jetzt wurde in dem historischen Gebäude das La Casa del Consumo eröffnet. Foto: Landtag Baden-Württemberg

Ein Wohnzimmer fürs Heusteigviertel in Stuttgart soll’s werden: Im Alten Landtag ist das „La Casa del Consumo“ eröffnet worden. Die Gäste sollen sich hier fühlen wie daheim bei einer italienischen Familie.

Stuttgart - An einem geschichtsträchtigen Ort im Heusteigviertel zieht erneut ein Stück Italien ein: In dem markanten Gebäude, in dem sich von 1947 bis 1961 die Parlamentarier im Alten Landtag versammelten und in dem der legendäre, viel zu früh verstorbene Sante de Santis über viele Jahre italienische Kochkurse gab, ist jetzt das La Casa del Consumo eröffnet worden.

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Hinter dem „Haus des Genusses und der Leidenschaft“, wie die Betreiber den Namen ihres Restaurants übersetzen, stecken drei Wirte, die bereits an anderer Stelle der Stadt erfolgreich sind: Martina Schneider, Francesco Troiano und Antonino Venezia, bekannt von der Pizzeria L. A. Signorina vom Marienplatz, wollen dem Heusteigviertel ein „Wohnzimmer“ geben. Im Alten Landtag diente einst ein ehemaliger Theatersaal mit einer Bühne und einer hölzernen Empore als Plenarsaal. 1890 war das Haus als Arbeiterwohnheim mit Mitteln des späteren Ehrenbürgers Eduard Pfeiffer erbaut worden.

Kartenzahlung ist nicht möglich

Es folgte eine wechselvolle Geschichte. Im Jahr 2000 übernahm der italienische Koch Sante de Santis das Erdgeschoss des Eduard-Pfeiffer-Hauses mit seinem Restaurant und seiner Kochschule. Nach seinem überraschenden Tod im Januar 2016 hatte hier ein zunächst hochgelobter Grieche eröffnet, dessen Konzept sich aber nicht durchsetzen konnte. Nun kehrt die Gastronomie an der Heusteigstraße 45 nach Italien zurück.

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Alle drei Monate widmet sich das La Casa del Consumo einer neuen Region in Italien. Den Anfang macht Apulien. Die Gäste sollen sich wie beim Besuch einer italienischen Familie fühlen. Serviert wird ein Menü mit elf Gängen für 27 Euro. An Veganer richtet sich die Speisekarte nicht. Die italienische Küche sei nun mal voller Parmesan, sagen die Wirte. Weil’s ein bisschen wie früher ist, ist auch vorerst keine Kartenzahlung möglich.

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