Die Polizei ermittelt nach einem Sabotageakt in einer Waiblinger Gärtnerei (Symbolbild). Foto: Weingand/StZN

Manipulierte Bremsen, verstreute Nägel und ein zerstochener Reifen: Eine Gärtnerei in Waiblingen-Beinstein ist das Ziel eines Sabotageakts geworden. Die Vorgeschichte der Attacke hat es in sich.

Waiblingen/Remshalden - Eine Gärtnerei in Waiblingen-Beinstein ist in der Nacht auf Donnerstag das Ziel einer Sabotageaktion geworden. Am Morgen wurde laut Angaben der Polizei festgestellt, dass dort mehrere Fahrzeuge mit Eiern besudelt worden waren. An einem war auch ein Reifen zerstochen. Die Bremsleitung eines Lastwagens war außerdem manipuliert, auf dem Firmengelände – etwa unter den Reifen der Autos – waren Nägel ausgelegt. All dies wurde bemerkt, bevor jemand versuchte, mit einem der Autos loszufahren, sodass niemand zu Schaden kam.

Die Vorgeschichte der Attacke beginnt in Remshalden

Der Vorfall hat eine Vorgeschichte: Der Bruder des Betreibers hat in Remshalden eine Gärtnerei. Seit Jahren wird er dort mit ähnlichen Angriffen schikaniert. Immer wieder werden Fenster zerschossen, Autoscheinwerfer eingetreten, Überwachungskameras und Einrichtungsgegenstände zerstört und der Strom abgestellt. Der Gärtner beschuldigt seinen Verpächter, der deswegen auch schon mehrfach verurteilt wurde. Obwohl ihm das Gelände gehört, darf der Mann das Gelände inzwischen nicht mehr betreten – eigentlich. Die Vorfälle gipfelten in einem Brand der Gewächshäuser, bei dem im März 2018 ein Schaden von schätzungsweise 50 000 Euro entstanden war.

Die Polizei stellte damals vorsätzliche Brandstiftung fest, dem Verpächter ließ sich vor Gericht aber nichts nachweisen. Kurz darauf wurde der Mann, der direkt neben der Gärtnerei in Remshalden wohnt, wegen eines Angriffs auf einen Wachmann verurteilt – zu offenem Vollzug, mit jeder Menge Freigang. Da die Sabotageakte während dieser Zeit nicht aufhörten, hat der Gärtnereibesitzer im Frühjahr bekannt gegeben, nach Waiblingen-Beinstein umziehen zu wollen.

Die Polizei hat in Beinstein Spuren sichern können

Sein Bruder betreibt dort eine Staudengärtnerei – die Zusammenarbeit der Geschwister bot sich daher an. Eben dieser Betrieb ist jetzt das Ziel der jüngsten Attacke geworden. Wie hoch der dort entstandene Schaden ist, kann die Polizei noch nicht beziffern. Laut einer Mitteilung hat die Kriminalpolizei am Tatort in Beinstein Spuren sichergestellt. Ob der langjährige Widersacher des Gärtners auch bei dieser Sabotageaktion als möglicher Verursacher in Betracht kommt, wird geprüft.

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