Den Einsatzkräften blieb nur noch, die Leichen und die Trümmer des komplett ausgebrannten Kleinflugzeugs zu bergen. Foto: dpa

Die drei am 18. Juli bei einem Absturz in Tirol getöteten Insassen eines Flugzeugs sind identifiziert. Es handelt sich dabei um den 56 Jahre alten Piloten aus dem Kreis Esslingen sowie um zwei 72 und 57 Jahre alte Männer aus dem Kreis Schwäbisch Hall.

Esslingen/Leutasch - Der Pilot, der das Kleinflugzeug geflogen hat, das Mitte Juli in den Tiroler Alpen bei Leutasch (Österreich) abgestürzt ist, hat im Landkreis Esslingen gelebt. Das berichtet die Deutsche Presseagentur, die sich auf eine Mitteilung der Tiroler Landespolizeidirektion beruft. Demnach sind die drei Opfer, die bei dem Unglück ums Leben kamen, inzwischen identifiziert. Neben dem 56 Jahre alten Piloten handelt es sich um einen 72-jährigen Geschäftsführer einer Firma aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) und einen 57-jährigen Mitarbeiter des Unternehmens, die als einzige Passagiere an Bord der viersitzigen Maschine des Typs Cirrus SR 22 waren.

An Felswand zerschellt

Das Flugzeug war im italienischen Montichiari, gestartet und hatte Schwäbisch Hall zum Ziel. Die Maschine zerschellte am Donnerstag, 18. Juli, um etwa 17.30 Uhr in einer Höhe von circa 2300 Metern an einer Felswand, ging sofort in Flammen auf und brannte komplett aus. Die Unglücksstelle liegt oberhalb der Meilerhütte in der Nähe der Grenze zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich der Pilot nicht an die vorgegebene Flugroute gehalten. Dem Vernehmen nach habe das Flugzeug wegen Gegenwinds an Höhe verloren. Der Pilot habe damit keine Chance gehabt, das knapp 3000 Meter hohe Wettersteingebirge zu überfliegen. Das Wetter sei zum Zeitpunkt des Absturzes gut gewesen. „Wäre er auf Kurs geblieben, hätte er in Tirol in der vorgegebenen Höhe von 5500 Fuß sicher passieren können“, zitierten österreichische Zeitungen einen Experten einer Luftfahrtbehörde. Doch seien die Ermittlungen zu den Hintergründen des Absturzes noch nicht abgeschlossen.

DNA-Abgleich zur Identifizierung der Opfer

Die drei Leichen konnten zunächst nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Erst ein DNA-Abgleich ergab, dass es sich dabei um die drei 56, 57 und 72 Jahre alten Männer handelt.

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