Der Stuttgarter Flughafen hat keine direkten Flüge nach China. Foto: dpa/Marijan Murat

Der Flughafen Stuttgart korrigiert seine Aussage von Dienstagvormittag, wonach Flugzeuge mit Gästen, bei denen ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, nicht landen dürfen. „Bei uns darf jeder landen – auch wer niest und schnupft“, erklärt eine Flughafensprecherin.

Stuttgart - Der Flughafen Stuttgart hat seine Aussage vom Dienstagvormittag korrigiert. Demnach gibt es jetzt doch keine Einschränkung wegen des Coronavirus. Die Aussage, dass Flugzeuge mit Gästen, bei denen ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, am Stuttgarter Flughafen nicht landen dürfen, sei falsch gewesen, korrigierte eine Flughafensprecherin am Dienstagnachmittag. „Bei uns darf jeder landen – auch wer niest und schnupft“, erklärte sie. Man habe aber Plakate im Ankunftsbereich ausgehängt. Darauf werde auf Deutsch, Englisch und Chinesisch über die Symptome des Coronavirus informiert. „Wir haben keine direkte Verbindung nach China“, erklärte die Sprecherin Beate Schleicher. Besondere Sicherheitsmaßnahmen für den Stuttgarter Flughafen gebe es in Bezug auf das Coronavirus bisher nicht, so Schleicher – „mir sind keine Vorgaben des Gesundheitsamts bekannt“. Am Montagabend hatte das Gesundheitsministerium in München den ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland bestätigt. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Erreger infiziert, so die Auskunft.

In München Plakate in drei Sprachen

Auch am Münchner Flughafen werden die Passagiere mit Plakaten in drei Sprachen aufgefordert, bei Verdacht einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus einen Arzt aufzusuchen. Das hat das Landesamt für Gesundheit veranlasst, wie ein Sprecher des Flughafens am Dienstag sagte. Auf Deutsch, Englisch und Chinesisch werden die Symptome und Vorbeugungsmaßnahmen bei Reisen in die Risikogebiete kurz beschrieben und Ansprechpartner genannt.

Entworfen wurden die Plakate vom Frankfurter Gesundheitsamt, auch am dortigen Flughafen sowie an den Berliner Flughäfen sind die Plakate aufgestellt worden. Regie bei Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen haben die Behörden. Am Münchner Flughafen gibt es eine Task Force Infektiologie, die rund um die Uhr einsatzbereit ist.

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