Die Australier Casey Lake und Martin Brady (von links) bereiten ihre Show vor. Die Konkurrenten Joachim Berner, Vanessa und David Silva legen mit Hand an. Foto: Ines Rudel

Vor neun Jahren hatte der australische Pyrotechniker Martin Brady seinen Beitrag zum Feuerwerksfestival Flammende Sterne mit Heavy-Metal-Klängen unterlegt. Dieses Mal kündigt er eine Überraschung an.

Ostfildern - Sein Herz schlägt nach wie vor für die ganz harten Klänge. AC/DC und Guns n’ Roses zählen zu seinen Lieblingsbands. Vor neun Jahren hat sich Martin Brady mit einem ebenso fulminanten wie krachenden Klang- und Blitzgewitter in die Augen und Ohren der Besucher des Feuerwerkspektakels Flammende Sterne hineingeschossen. Das reichte zwar nicht zum Sieg beim internationalen Wettbewerb der Pyrotechniker. Doch einen riesigen Spaß hat das Gastspiel des Australiers damals schon gemacht.

„In Deutschland kommt klassische Musik gut an“

Dieses Mal schlägt Martin Brady ganz andere Töne an. Für den Abschluss der Flammenden Sterne am Sonntag kündigt er ein Feuerwerk zu rein klassischer Musik an. „Ich komme ja nicht aus Australien hierher, um zu verlieren“, begründet er seine Musikauswahl. „Und ich habe gehört, dass hier klassische Musik gut ankommt.“ Dennoch: Verträumt, so verspricht er, werde es nicht zugehen am Sonntag. „Man glaubt gar nicht, wie schnell Klassik sein kann“, sagt er und lacht.

Auch bei der Eröffnung an diesem Freitag, 18. August, gibt es ein Wiedersehen. Der Mexikaner David Silva und seine Frau Vanessa waren 2010 schon einmal zu Gast im Scharnhauser Park. Hatte er damals vorrangig auf traditionelle mexikanische Musik gesetzt, so sind es dieses Mal eher südamerikanische und spanische Popklänge, mit denen er die Herzen der Zuschauer und der siebenköpfigen Jury erobern will.

Punktgenaue Explosionen zur Musik

Joachim Berner wiederum, der am Samstag den deutschen Beitrag in Richtung Filderhimmel schicken wird, setzt einmal mehr auf „moderne Klassik“. Was darunter konkret zu verstehen ist, verrät er nicht. Bekannt ist, dass Berner es wie kaum ein anderer Pyrotechniker versteht, seine Show punktgenau auf die Musik zu inszenieren. Schon deshalb geht er als Favorit in den Wettbewerb, der an diesem Freitag um 22.15 Uhr beginnt. Rund 45 000 Besucher erwartet der Veranstalter Jürgen Wünsche an den Feuerwerkstagen. Die Wetterprognosen sind gar nicht schlecht. Mit etwas Glück könnte es trocken bleiben.

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