Bund und Länder haben sich offenbar eine Lösung bei der Frage nach Fans in Stadien geeinigt. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Bund und Länder haben sich auf einen sechswöchigen Testbetrieb geeinigt, um Zuschauer auch in Coronazeiten auf die Tribünen zu lassen. Was das für Fans des VfB Stuttgart bedeutet.

Berlin - Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der dpa aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien verständigten sich diese am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern.

Die Grenze liegt demnach oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität. Für die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart würde das bedeuten, dass maximal 12.000 Fans auf die Tribünen dürften. Das Stadion hat eine Zuschauerkapazität von etwa 60.000 Plätzen bei Bundesligaspielen.

Die von den Chefs der Staatskanzleien beschlossene Teilzulassung von Zuschauern unter Corona-Bedingungen verschafft dem gesamten Profisport bessere wirtschaftliche Perspektiven bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Zudem steht nun einem stimmungsvollen Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende nichts mehr im Wege. Allerdings ist offen, ob alle Vereine die Freigabe wegen der Kurzfristigkeit noch umsetzen können. Bereits am Freitagabend eröffnet Rekord-Champion Bayern München gegen den FC Schalke 04 die Spielzeit 2020/21.

Abstandsgebot muss eingehalten werden

Das aktuelle Pandemiegeschehen wird dabei berücksichtigt. So werden keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer oder gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern muss eingehalten werden, in den Stadien herrscht Alkoholverbot, Gästefans sind nicht erlaubt, die Tickets sind personalisiert. Zudem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes Pflicht.

Dabei tanzen die Vereine und Politiker allerdings auf dem Drahtseil. Am DFB-Pokal-Wochenende lösten Bilder dicht gedrängter Fans unter anderem beim Spiel des VfB Stuttgart in Rostock vielerorts Unbehagen aus. In der Corona-Pandemie will der Fußball kein Negativbeispiel abgeben - und er will schon gar nicht den Eindruck vermitteln, alles sei ausgestanden.

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