Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Foto: dpa/Fabrizio Bensch

Eine Arbeitsgruppe soll rechtsextreme Vorfälle beim KSK in Calw untersuchen. Das teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Mittwoch.

Berlin/Calw - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr mit Sitz in Calw nach mehreren Extremismusfällen gründlich durchleuchten lassen. Dazu setzte die CDU-Politikerin eine Arbeitsgruppe ein, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch in Berlin erfuhr. Auftrag ist demnach, eine „Strukturanalyse“ der Eliteeinheit durchzuführen und Schlussfolgerungen vorzulegen, wie rechtsextreme Tendenzen im KSK besser bekämpft werden können. Über die Ergebnisse soll dem Parlament berichtet werden. In die Aufgabe soll auch die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) eingebunden werden.

Der Kommandeur des KSK, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, hatte rechtsextreme Vorfälle in der Eliteeinheit des Heeres scharf verurteilt und weitere Konsequenzen angekündigt. „Ich meine nicht zu übertreiben mit der Feststellung, dass unser Verband derzeit die schwierigste Phase seiner Geschichte erlebt“, heißt es in einem Schreiben des Brigadegenerals an Soldaten. Kreitmayr reagierte damit auch auf den Fund eines Waffenverstecks mit Munition und Plastiksprengstoff bei einem Kommandosoldaten in Sachsen, den er als „einen schockierenden Höhepunkt“ bezeichnete. Extremisten würden entfernt, sollten die Einheit und die Bundeswehr aber auch aus eigenem Antrieb verlassen.

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