Das Chamäleon muss noch ein wenig warten. Foto: Polizei Stuttgart

Kaum gefunden und ins Tierheim gebracht, musste ein Chamäleon auch schon operiert werden. Trotzdem kann sich das exotische Tier, das im Stuttgarter Norden auftauchte, schon jetzt freuen.

Stuttgart - Den Umständen entsprechend geht es dem Chamäleon, das Ende Juli im Stuttgarter Norden gefunden wurde. Wegen einer Beule an der Nase musste die Echse zu einem Reptilienfacharzt gebracht werden. Anfang der Woche wurde das Tier dann operiert und wird momentan noch vom Arzt beobachtet. „Bis jetzt hat es aber alles gut überstanden“, sagt Tierheimmitarbeiterin Sandra Fabrizi, die für die Reptilien verantwortlich ist.

Eine Frau hatte vor zwei Wochen das Chamäleon vor ihrer Haustür eingefangen und bei der Polizei abgegeben. Der verständigte Tiernotdienst brachte es ins Tierheim Stuttgart-Botnang. Dort geht man nach wie vor davon aus, dass der Exot ausgesetzt wurde. Es habe sich noch immer kein besorgter Besitzer gemeldet.

Am Freitag nächster Woche endet die dreiwöchige Quarantänezeit, die eingehalten werden muss. Dann darf das Tier zu einem neuen Besitzer. „Wir haben bereits viele Interessenten, die das Reptil aufnehmen wollen“, so Fabrizi. Allerdings ist ein Chamäleon „kein Anfängertier“ und werde nur an erfahrene Tierhalter vermittelt. Zunächst müsse man sowieso abwarten, bis die Wunde wieder komplett verheilt ist. Neben dem Chamäleon warten im Tierheim auch Schlangen, Bartagamen und Schildkröten auf neue Besitzer.

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