Bei einem Kickers-Spiel bricht Daniel Engelbrecht zusammen. Danach trägt er einen Schutz für seinen Defibrillator. Foto: Pressefoto Baumann

Nachdem sich der ehemalige VfB-Spieler Sami Khedira am Herzen operiert werden musste, rät Daniel Engelbrecht seinen Kollegen zu regelmäßigen Herzchecks. Der Ex-Kickers-Profi trägt nach einem Herzstillstand während eines Spiels einen eingebauten Defibrillator.

Berlin - Daniel Engelbrecht, erster Fußballprofi in Deutschland mit eingesetztem Defibrillator, rät Fußballern, sich regelmäßig am Herzen untersuchen zu lassen.

Mit Bezug auf die Herzoperation von Ex-Weltmeister Sami Khedira sagte Engelbrecht dem „Tagesspiegel“ (Montag): „Gerade bei Vereinen in unteren Regionen, wo das Geld auch mal knapp ist, müssen Spieler Eigenverantwortung übernehmen und sich beim Arzt durchchecken lassen.“ Beim Herzen gehe es um Leben und Tod. „Das ist was anderes als Bänderrisse.“

Mit einem Herzstillstand zusammengebrochen

Engelbrecht war am 20. Juli 2013 im Alter von 22 Jahren beim Drittligaspiel zwischen den Stuttgarter Kickers und Rot-Weiß Erfurt (0:1) mit einem Herzstillstand zusammengebrochen. Danach feierte er nach vier Operationen im November 2014 sein Comeback. Im Sommer 2017 brach er bei Rot-Weiß Essen auf dem Trainingsplatz erneut zusammen. Danach ließ er seine aktive Karriere zunächst ruhen.

„Es war einfach ein riesiges Risiko, immerhin hatte ich bereits meine sechste Operation hinter mir“, sagte Engelbrecht, „letztlich hat nicht die Vernunft gesiegt, sondern der Wille zu leben.“ Inzwischen arbeitet der 28-Jährige als Co-Trainer der U19 des VfL Bochum. „Man kann so fit aussehen, man kann so gesund sein, wie man will - wenn das Herz nicht mitmacht, ist es, als wenn jemand den Stecker zieht.“

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