Windkraft gehört – wie hier im Schwarzwald – zu den erneuerbaren Energien. Foto: dpa

Die EU-Parlamentarier haben beschlossen, dass bis 2030 der Anteil der erneuerbarer Energien an der gesamten Stromproduktion bei 35 Prozent liegen soll.

Straßburg - Das Europäische Parlament fordert einen deutlich höheren Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung in der Union. Bis 2030 sollen 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen, entschieden die Parlamentarier am Mittwoch. Damit setzen die Abgeordneten in Straßburg ein ambitionierteres Ziel als die EU-Energieminister, die sich im Dezember auf einen Anteil von 27 Prozent grüner Energien einigten.

Union und SPD: 65 Prozent Ökostrom bis 2030

Nun müssen Parlament und Mitgliedstaaten versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Deutschland hat Sympathie für ein ehrgeizigeres Ziel als das des Rates gezeigt. In ihrem Sondierungspapier haben sich Union und SPD auf ein Ziel von 65 Prozent Ökostrom bis 2030 verständigt. Auch eine Reihe großer Unternehmen forderte einen höheren Anteil der erneuerbaren Energien.

Treibhausgas-Emissionen sollen um 40 Prozent sinken

Der Ausbau der erneuerbaren Energien gehört zu einer Reihe von Vorschlägen, wie die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent verglichen mit 1990 reduziert werden können. Gleichzeitig sprachen sich die Europa-Parlamentarier für ein Verbot der Beimischung von Palmöl bei Treibstoffen aus. Die Erzeugung des Öls wird mit großen Umweltschäden in Verbindung gebracht. Wichtige Exporteure sind Länder wie Indonesien oder Malaysia.

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