Jürgen Hopf bei der Arbeit. Er ist Bierbrauer. Foto: dpa

Super. Jürgen Hopf aus Oberfranken braut am liebsten nackt. Sein „Erotik Bier“ soll zudem aphrodisierend wirken. Auch ziemlich stark: Es wird Bayern retten.

Wunsiedel - Jürgen Hopf (61), ein Bierbrauer aus Oberfranken und Leidenschaft, braut am liebsten fast nackt – nur mit Hut, in Gummistiefeln und Schürze. Das schont das Budget für die Berufskleidung und rechnet sich auch sonst: Wo kein Gürtel ist, kann man schließlich auch nichts enger schnallen.

Von ähnlich aphrodisierender Note soll auch seine Premium-Marke „Erotik Bier“ sein. Die Verpackung alleine wirkt schon wie reine Poesie: braune Flasche, Pin-up-Girls auf dem Kronkorken und eine leicht entrückt dreinschauende Dame im Pornochic circa 1975 (Bahnhofskino Delmenhorst) auf dem Etikett.

Kenner streiten zwar noch, ob im bayerischen Reinheitsgebot je so etwas wie Erotik vorgesehen war. Doch nachdem CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer nun als „Heimatminister“ nach Berlin gehen soll, scheint es nur recht und billig, die örtliche Kompetenz in Sachen Erotik nicht vollkommen in die Hände von Markus Söder (CSU) zu legen. Das wäre grob fahrlässig. Was jetzt noch fehlt: eine Möglichkeit für bayerische Frauen, sich das alles ebenfalls ein bisschen schönzusaufen.

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