Gastronom Jörg Mink zeigt die zerstörte Tür seines Schlossrestaurants. Foto: Daniela Mink

Schwer gebeutelt ist die Gastronomie in der Coronakrise. Zusätzlich trifft es nun den Promi-Wirt Jörg Mink: Unbekannte Täter haben sein Restaurant des Schlosses Solitude aufgebrochen – sie verschwanden mit geringer Beute.

Stuttgart - „Sind das Vollidioten!“ Jörg Mink, seit zwölf Jahren Pächter der Schlossgastronomie auf der Solitude, ist stinksauer. In der Nacht zum Sonntag haben bisher unbekannte Täter den Eingang seines Restaurants aufgebrochen. Der Wirt kann’s nicht fassen: „Was glauben die, was für Reichtümer in Coronazeiten bei uns zu finden sind?“ Aber auch ohne Pandemie lässt er größere Geldbeträge nicht in den Schlossräumen zurück. Die Einbrecher haben Wechselgeld in Höhe von etwa 400 Euro sowie zwei Rechner mitgenommen. Offensichtlich durchsuchten sie im Anschluss das „kleine Café“ nebenan, das sich in einem Extragebäude befindet. Auch dort wurde eingebrochen, auch dort befanden sich keine Reichtümer.

Der Promi-Wirt steht wieder selbst am Herd

Ausgerechnet am Sonntag, an dem das schöne Wetter für einen guten Gastro-Umsatz am Ausflugsziel Schloss Solitude gesorgt hätte, musste das Restaurant geschlossen bleiben. „Die Polizei kam sofort und hat gute Arbeit geleistet“, lobt Mink. Fingerabdrücke fanden die Ermittler nicht. Die Täter trugen wohl Handschuhe. Für die nächsten Nächte hat der Wirt nun einen Sicherheitsdienst engagiert, der den entlegenen Ort am Waldesrand bewachen soll. In normalen Zeiten werden im Schlossrestaurant gern Hochzeiten gefeiert. Die wurden in der Pandemie abgesagt. Die Lage ist ernst, doch der bekannte schwäbische Gastronom lässt sich seinen Optimismus nicht zerstören. Die meisten Mitarbeiter von Mink sind in Kurzarbeit. „Ich steh’ wieder selbst am Herd“, sagt er. Am Mittwoch will der Promi-Wirt das Restaurant wieder öffnen.

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