Der KSC muss bei einem Aufstieg um die Lizenz für die 2. Bundesliga bangen (Archivbild vom Wildparkstadion). Foto: dpa

Der Karlsruher SC muss bei einem Aufstieg um die Lizenz für die 2. Fußball-Bundesliga bangen. Hintergrund sind die Bauarbeiten im Wildparkstadion.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC muss bei einem Aufstieg um die Lizenz für die 2. Fußball-Bundesliga bangen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) lehnte am Dienstag einen Ausnahmeantrag des Drittligisten ab und machte es zur Auflage, bis zum 1. September auch die provisorische Südtribüne während der Bauarbeiten im Wildparkstadion zu überdachen. „Die beantragte Genehmigung einer Ausnahme von dem Erfordernis der Komplettüberdachung wird nicht bewilligt“, zitierte der KSC in einer Mitteilung aus dem DFL-Bescheid.

Das neue Stadion soll bis zum Frühjahr 2022 fertig sein, insgesamt kostet das Projekt mehr als 122 Millionen Euro. Der Neubau erfolgt bei laufendem Spielbetrieb an der Stelle des alten Stadions. Der badische Traditionsclub bekommt in der mehr als zweijährigen Umbauphase nach einem Gemeinderatsbeschluss aus dem Februar aber nur eine der beiden Behelfstribünen überdacht. Die Miete für die beiden temporären Dachkonstruktionen hätte sich auf 1,37 Millionen Euro summiert. Durch die Entscheidung gegen eine Überdachung der südlichen Sitzplätze spart die Stadt rund 600 000 Euro an Kosten ein.

Die DFL monierte, dass mehr als 27 Prozent aller Sitzplätze und insbesondere die Gästefans von den Nachteilen eines fehlenden Daches betroffen seien. Die Auflage erscheine deshalb erforderlich „und trotz der entstehenden Kosten für den Bewerber auch verhältnismäßig“.

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