Der Schauspieler Milan Gather ist neu im Jes. Foto: Milan Gather

Milan Gather liebte als Kind die Geschichten von Preußler und Lindgren und spielt jetzt erstmals selbst in einem Kinderstück: „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ sind im Jungen Ensemble Stuttgart zu sehen.

Stuttgart - Der Schauspieler Milan Gather studiert seit 2014 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und ist Mitglied im Schauspielstudio am Schauspielhaus. In der Produktion „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ ist er zum ersten Mal im Jungen Ensemble Stuttgart zu sehen.

Herr Gather, in den Abenteuern der Maulina Schmitt ist vom Königreich Mauldawien die Rede und von einem feindlichen Flamingo. Kann man so eine besondere Poesie auch in seinem Spiel transportieren?
Theatertexte sind natürlich immer poetisch. Es wird hier aus Maulinas Perspektive erzählt und in ihrer Welt heißen die Dinge eben so, sie nimmt sie genau so wahr. Man sollte den Text deshalb nicht anders behandeln, sondern diese Welt ernst nehmen. Ich glaube, so transportiert man diese besondere Poesie am intensivsten.
Spielt man für Kinder anders Theater als für Erwachsene?
Das ist meine erste Produktion im Jes, deshalb muss ich das noch rausfinden. Ich glaube aber, man merkt immer erst auf der Bühne, mit was für einem Publikum man es zu tun hat und verhält sich dann dazu. Da kann man von Erwachsenen genau so überrascht werden wie von jungen Menschen. Jedes Stück und jede Inszenierung unterscheidet sich außerdem noch mal in ihrer Spielform und Ästhetik. Aber eine Sache habe ich jetzt schon gemerkt: Das junge Publikum ist natürlich gnadenlos ehrlich und (zum Glück!) noch weiter entfernt von den üblichen Verhaltensregeln im Theater. Umso schöner und spürbarer sind dann die Momente der vollkommenen Konzentration und Vereinnahmung und die Momente der Stille.
Welche Fantasiewelten haben Ihnen als Kind Spaß gemacht?
„Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ sind für Kinder ab ungefähr elf Jahren gedacht, da ist man schon fast in der Pubertät. Ich glaube, in dem Alter habe ich angefangen, mir irgendwelche Action- und Horrorfilme anzuschauen. Aber als ich klein war, fand ich die Bücher von Preußler großartig, die Abenteuergeschichten von Blyton und natürlich alles von Astrid Lindgren.

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