Laut einer IHK-Befragung fühlen sich 70 Prozent der Befragten vom Diesel-Fahrverbot beeinträchtigt. Foto: dpa

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart hat Unternehmen zum Diesel-Fahrverbot befragt. Das Ergebnis ist laut IHK-Präsidentin Marjoke Breuning beunruhigend.

Stuttgart - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart registriert eine kritische Stimmung gegenüber dem Dieselfahrverbot in Stuttgart. Dieses „beeinträchtigt viele Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Beschäftigten“, fasst IHK-Präsidentin Marjoke Breuning das Ergebnis einer Befragung von Unternehmen, Pendlern, Azubis und ehrenamtliche IHK-Prüfern zusammen. „Die Resonanz auf die Umfrage war enorm: Innerhalb von fünf Tagen haben wir rund 1500 Rückmeldungen bekommen“, so Breuning.

Nur ein Viertel fühlt sich von Fahrverboten nicht betroffen

Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie sich in unterschiedlicher Form von den Fahrverboten beeinträchtigt fühlen. Nur ein Viertel fühle sich nicht betroffen. Besonders würden Händler leiden, die das Fahrverbot zu mehr als 75 Prozent als negativ für ihr Geschäft erlebten. „Sollten 2020 Fahrverbote für Euro-5-Dieselfahrzeuge kommen, wird die Stimmung sicherlich noch düsterer werden“, erklärt Breuning.

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Die IHK-Präsidentin betont, dass zwar „einige Unternehmerinnen und Unternehmer für Fahrverbote sind“, man spreche aber für die Mehrheit der Betriebe, wenn man hoffe, „dass keine weiteren Fahrverbote kommen“. Beunruhigend sei, so die IHK-Präsidentin, dass „mehr als 40 Prozent der Unternehmen, die sich durch die Fahrverbote beeinträchtigt sehen, darüber nachdenken, in Zukunft ihren Geschäften zumindest teilweise außerhalb Stuttgarts nachgehen zu wollen.“

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