Die Demonstranten stellen die Notwendigkeit der Corona-Auflagen in Frage und sehen ihre Freiheitsrechte in Gefahr. Foto: factum/Simon Granville

In Stuttgart brachten am Samstag nur rund 60 Menschen ihren Unmut über die Corona-Maßnahmen zum Ausdruck. Dahingegen versammelten sich in Leonberg einen Tag drauf mindestens 1500 Leute auf einer Querdenken711-Demonstration.

Leonberg - Zwischen 1500 und 2000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntag in Leonberg (Kreis Böblingen) friedlich gegen Einschränkungen und Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie protestiert. Die Veranstalter sprachen sogar von rund 5000 Personen. Die Zahl der Teilnehmer blieb deutlich unter den für die Veranstaltung erlaubten 7500 Menschen. Die Demonstranten stellen die Notwendigkeit der Auflagen in Frage und sehen ihre Freiheitsrechte in Gefahr. „Die Bevölkerung entscheidet, wann die Pandemie vorbei ist“, sagte Initiator Michael Ballweg zum Auftakt.

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Proteste gegen Corona-Auflagen in Baden-Württemberg

Die Kundgebung verlief am Nachmittag zunächst ohne Zwischenfälle. Die Abstandsregeln wurden Beobachtern zufolge nur zum Teil eingehalten. In der Nähe der Tribüne waren Bänder auf den Boden gelegt worden, um die Teilnehmer an die wegen der Corona-Infektionsgefahr nötige Distanz zu erinnern.

Aufgerufen zu der Kundgebung „Fest für Freiheit und Frieden“ auf einem ehemaligen Golfgelände hatte die „Initiative Querdenken 711“. Im Vorfeld hatte die Initiative ausdrücklich darum gebeten, auf rechts- oder linksextreme Botschaften zu verzichten.

Die Demo in Leonberg ist die jüngste in einer Reihe von Protesten der vergangenen Wochenenden gegen die Corona-Auflagen in Baden-Württemberg. Die Zahl der Teilnehmer ging zuletzt deutlich zurück; die Demos verliefen größtenteils friedlich.

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