Er ist und bleibt der aktuelle James Bond: der britische Schauspieler Daniel Craig Foto: EPA

Gute Nachrichten für Filmfreunde: Der britische Schauspieler Daniel Craig wird auch im nächsten James Bond-Thriller im November 2019 als Agent Ihrer Majestät zu sehen sein. Wird er es in der 25. Ausgabe der Agenten-Serie dann wieder mit Christoph Waltz als Bösewicht zu tun bekommen?

London - So machen sie es halt in der Abteilung Popcorn-Kino: Immer schön häppchenweise werden die Neuigkeiten gestreut, wenn es um die nächsten Folgen beliebter Filmreihen geht, so kommt Spannung auf. Seit einigen Wochen wissen wir, dass der nächste James Bond-Film – es ist übrigens ein Jubiläums-Bond, der 25. – im November 2019 in den Kinos starten soll. Und seit der jüngsten Ausgabe der „Late Show“ von TV-Moderator Stephen Colbert ist nun auch klar, wer die Hauptrolle spielen wird: Daniel Craig bleibt Null-Null-Sieben, der Agent Ihrer Majestät mit der Lizenz zum Töten. Auf eine entsprechende Frage des Talkmasters antwortete der 49-jährige Brite mit einem schlichten, trockenen „Yes“.

Das wird viele Fans zum Jubeln bringen. Craigs Erscheinen in der Reihe 2006 („Casino Royale“) hat der Bond-Reihe zu völlig neuer Qualität verholfen. Aus dem zuvor knallbunt-scheppernden Agenten-Kindergeburtstag mit wenig Logik, aber vielen technischen Gimmicks und auf ihren High Heels vom Pool zum Lotterbett stolzierenden Bikini-Bomben wurden gut komponierte, auch psychologisch abgründige Thriller. Daniel Craig schuf einen Null-Null-Sieben, der auch verletzbar ist, der in jeder Folge tatsächlich scheitern kann. Und wie als Sahnehäubchen obendrauf wurden die Bond-Filme mit ihm auch ein Kommentar zur Zeit, zu den Ängsten und Abgründen des zusehends von Terror und Autokraten bedrohten Westens. Mithin Popcorn-Kino, wie es besser nicht sein kann.

Bleibt auch beim Bösewicht alles beim Alten?

Nachdem die Fans nun wissen, dass Craig wieder im Boot ist, kommt die nächste spannende Frage: Bleibt auch beim Bösewicht alles beim Alten? Christoph Waltz steht wohl bereit – wobei der Österreicher selbst die Bedingung gestellt hat, nur mitzumachen, wenn Craig wieder sein Antipode sei. Kommt es also zum erneuten Kampf zwischen Bond und Blofeld? Wer „Spectre“ gesehen hat, erinnert sich bestimmt: Bond verschont zum Schluss das Terror- und Folter-Scheusal, der wehrlos vor ihm auf der Straße liegt. Er hat zwar die Lizenz zum Töten, und er hätte sehr guten Grund, sie hier auch zu nutzen. Aber er überlässt Blofeld den Organen des demokratischen Rechtsstaates. Das war am Ende eines großen Films eine klare Botschaft. Soll es da jetzt weitergehen? Wir können es kaum noch abwarten.

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