US-Präsident Donald Trump hat auch in seinem Land mit dem Coronavirus zu kämpfen. Foto: AP/Evan Vucci

Südkorea kann im Kampf mit der Epidemie einige Erfolge vorweisen. Nun hat – nach Angaben Südkoreas – der US-Präsident das ostasiatische Land um Unterstützung gebeten.

Seoul - US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben Seouls um die Lieferung von Test-Kits für das neuartige Coronavirus gebeten. Trump habe ihn in einem Telefongespräch um „die dringende Bereitstellung von Quarantäne-Produkten wie Test-Kits gebeten“, erklärte der südkoreanische Präsident Moon Jae In am Mittwoch. Moon sagte den USA größtmögliche Unterstützung zu, falls die Ausrüstung in Südkorea ausreiche. Ob das Material gespendet oder verkauft werden soll, war zunächst unklar.

Trump habe erklärt, für die eventuell nötige Zustimmung der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA werde er innerhalb eines Tages sorgen, fügte Moon hinzu. Das Weiße Haus bestätigte, dass die beiden Präsidenten am Dienstag miteinander telefoniert hatten, äußerte sich jedoch nicht zu der möglichen Bitte Trumps. 

Südkorea war eine Zeit lang nach China eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Dank umfassender Tests und strikter Beschränkungen gelang es jedoch, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Bis Dienstag wurden mehr als 367.000 Menschen in Südkorea auf das Virus getestet. Trump drängt auf eine rasche Lockerung der strikten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus in den USA, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die USA verzeichnen mit 55.000 Fällen weltweit die dritthöchste Zahl an offiziell bestätigten Infektionen nach China und Italien. Zu Beginn des Ausbruchs wurden dort nur wenige Menschen getestet.

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