Die Dortmunder gewannen gegen den FC Brügge mit 3:0. Foto: AFP/BRUNO FAHY

Borussia Dortmund und RB Leipzig haben am Mittwoch Siege in der Champions-League gefeiert. Erling Haaland schoss die Dortmunder auf Achtelfinal-Kurs, auch RB Leipzig hat beste Chancen auf das Weiterkommen.

Brügge/Leipzig - Erling Haaland schoss Borussia Dortmund auf Achtelfinal-Kurs, und auch RB Leipzig hat nach der Halbfinal-Revanche gegen das ersatzgeschwächte Star-Ensemble von Paris St. Germain beste Chancen auf das Weiterkommen. Nach den Siegen Nummer drei und vier der deutschen Champions-League-Starter in dieser Woche darf die Bundesliga auf ein Quartett in der K.o.-Runde der Königsklasse hoffen.

Jungstar Haaland ließ dabei mit einem Doppelpack den Champions-League-Fehlstart des BVB vergessen und bescherte seinem Team gute Aussichten auf das Achtelfinale. Haaland traf beim 3:0 (3:0) beim FC Brügge in der 18. und 32. Minute, den weiteren Treffer für die klar überlegenen Dortmunder, die am Wochenende im Liga-Gipfel Rekordmeister Bayern München empfangen, erzielte Thorgan Hazard (14.).

Die Leipziger konnten dagegen das Fehlen der PSG-Superstars Neymar und Kylian Mbappe ausnutzen. Durch das 2:1 (1:1) gegen das Team von Trainer Thomas Tuchel sprangen die Sachsen auf Platz zwei ihrer Gruppe. Leipzig könnte damit das Weiterkommen von PSG, gegen das RB im Halbfinale der Vorsaison verloren hatte, verhindern. Christopher Nkunku (42.) glich die Gästeführung durch Angel di Maria (6.) aus. Emil Forsberg (57., Handelfmeter) traf letztlich zum Sieg. Die PSG-Profis Idrissa Gueye (70.) und Presnel Kimpembe (90.+4) sahen die Gelb-Rote Karte.

Team von Trainer Lucien Favre an Tabellenspitze

Die Dortmunder zeigten sich auch ohne Innenverteidiger Mats Hummels bereit für die Bayern am Wochenende. Mit sechs Punkten setzte sich die Mannschaft von Trainer Lucien Favre an die Tabellenspitze in der Gruppe F. Dahinter folgen Lazio Rom (5 Zähler) und Brügge (4). Mit einem Heimsieg gegen Brügge am 24. November hätte der deutsche Vize-Meister schon für eine Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase gesorgt.

Favre wirbelte sein Team gehörig durcheinander. Im Gegensatz zum Sieg in Bielefeld (2:0) rückten fünf neue Spieler in die Startelf. Daher benötigte der BVB anfangs ein paar Minuten, um die richtige Abstimmung und Ordnung zu finden.

Die Gäste bekamen die Begegnung im Jan-Breydel-Stadion aber schnell in den Griff. Hazard nutzte in seiner belgischen Heimat einen Fehler von Torhüter Simon Mignolet zur Führung. Gegen meist tief stehende Gastgeber dominierten die Schwarz-Gelben das Geschehen und legten durch Haaland nach. Nach überstandenen Knieproblemen traf der Norweger aus kurzer Distanz.

Verunsicherung spürbar

Brügge riskierte nun mehr, bot dadurch Räume und wurde bestraft. Haaland scheiterte zunächst noch an Mignolet (30.), dann erhöhte der 20-Jährige mit seinem 14. Tor im zwölften Spiel in der Königsklasse. Mahmoud Dahoud und Thomas Meunier hatten stark vorbereitet.

Nach dem 0:5 bei Manchester United und dem 0:1 in der Liga bei Borussia Mönchengladbach war dem Team von Julian Nagelsmann die Verunsicherung anzumerken. Di Maria nutzte dies direkt aus - scheiterte aber dann wenig später mit einem Handelfmeter an Peter Gulacsi.

PSG erzielte vor dem Halbzeitpfiff noch zwei Abseitstore und ließ eigentlich nichts zu - bis zur 42. Minute. Nach einem Querpass von Angelino traf Nkunku aus 20 Metern zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Dani Olmo sogar die Chance zum 2:1.

Leipzig kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Forsberg (53.) scheiterte zunächst mit einem Linksschuss, beim Handelfmeter, der RB nach Videobeweis zugesprochen wurde, zeigte sich der Schwede zielsicherer. Die Führung gab den Hausherren deutlich Rückenwind, Paris war dagegen spürbar verunsichert. 

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