Die Fruchtsäule steht – jetzt kann die Vorfreude steigen. Foto:Lichtgut/Max Kovalenko Foto:  

Es dauert zwar noch ein paar Wochen, bis das Cannstatter Volksfest beginnt. Doch der Aufbau auf dem Wasen ist in vollem Gange und die Fruchtsäule steht bereits seit dieser Woche.

Stuttgart - Das Volksfest kann kommen. Am Donnerstagvormittag haben die Veranstalter des Cannstatter Wasens die Fruchtsäule aufgestellt. Damit kehrt das Erntedanksymbol und Wahrzeichen des Volksfestes, das vom 27. September bis zum 13. Oktober stattfindet, an seinen Platz zurück.

Die Tradition besteht schon seit Langem: Bereits beim ersten Volksfest im Jahr 1818 gab es eine hohe Säule, die mit Früchten, Getreide und Gemüse geschmückt war. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie als „monarchistisches Überbleibsel“ betrachtet und einige Jahre nicht mehr aufgestellt. Im Jahr 1935 setzten die Veranstalter sie wieder ein. Seitdem ist sie ein nicht wegzudenkender Teil des Cannstatter Wasens.

Da steht sie nun also, mit ihren 26 Metern Höhe und drei Tonnen Gewicht – inmitten von Festzelten, die ohne die feiernden Besucher noch ein wenig verloren aussehen. Seit Ende Juni sind die Veranstalter dabei, das Volksfest auf dem Wasen aufzubauen, sagt Jörg Klopfer, Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. Es bleibt aber noch viel zu tun. Das Informationsgebäude, auf dem die Säule steht, wird zum Beispiel noch verziert: Eine Stuttgarter Gärtnerei wird das Dach mit Blumen und Ähnlichem festlich begrünen. Das passiert laut Jörg Klopfer allerdings erst in der Woche vor dem Fest. „Viele Fahrgeräte sind jetzt noch auf anderen Festen, die kommen auch erst kurz davor an“, sagt er.

Das ist in diesem Jahr neu

Die Preise für die Maß sind in diesem Jahr ein wenig teurer als im Vorjahr: Sonja Merz und Michael Wilhelmer erhöhen den Preis für einen Liter Bier auf 10,90 Euro. Beim Göckelesmaier bezahlen die Besucher im Vergleich zum vergangenen Jahr 20 Cent mehr, also 10,80 Euro. Der Preis gilt auch für die meisten anderen Festzelte. Lediglich das Festzelt Klauss und Klauss will den Preis erst Ende August, Anfang September mitteilen. Grund für die Preisänderungen seien steigende Sicherheitsvorkehrungen und die zunehmend höheren Kosten für die Veranstaltungstechnik, gab Karl Maier, der Chef des Göckelesmaier, an.

Neu ist in diesem Jahr auch der Wegfall der „Heimweghilfe“. Der Verein hatte betrunkenen Besucher nach dem Fest geholfen, sicher nach Hause zu kommen. Dieses Jahr konnten sich nicht genügend Ehrenamtliche dafür finden, außerdem gibt es keinen Nachfolger für den Vorsitzenden Peter Erb. Insgesamt habe die „Heimweghilfe“ 10 330 fahruntüchtige Volksfestbesucher nach Hause gebracht und vielen von ihnen damit vermutlich den Führerschein gerettet, teilte in.Stuttgart mit.

Eintritt, Reservierungen, Zugangskontrollen

Mittwochs ist Familientag, da gelten reduzierte Preise und besondere Angebote. Tischreservierungen sind direkt bei den Festzelten möglich. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, keine großen Taschen oder Rucksäcke mitzunehmen – Platzordnungsdienst und Polizei zeigen an den Eingängen Präsenz und führen auch Zugangskontrollen durch. Je weniger Gepäck, desto schneller geht die Kontrolle.

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