Die Chefin der Frauen-Union im Südwesten Inge Grässle hatte für mehr Frauen an der Spitze der Landesliste geworben. Foto: dpa

In der Landes-CDU ist der lange währende Streit um die ersten fünf Plätze der Landesliste zur Bundestagswahl geklärt. Die Frauen hatten eine weitere Vertreterin in den Top 5 eingefordert. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.

Stuttgart - In der Landes-CDU ist der lange währende Streit um die ersten fünf Plätze der Landesliste zur Bundestagswahl geklärt. Unstrittig war stets, dass die Liste vom Trio Wolfgang Schäuble, Annette Widmann-Mauz und Volker Kauder angeführt wird. Danach wurde es spannend, denn die Frauen forderten eine weitere Vertreterin in den Top 5, deren Namen auch auf den Stimmzetteln der Wahl ausgewiesen ist. So hatte sich Inge Gräßle, die Chefin der Frauen-Union im Südwesten, für die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag stark gemacht.

Gräßle konnte sich nicht durchsetzen. Auf der Klausurtagung von CDU-Präsidium und Landesvorstand in Schöntal wurde am Freitag dem Vorschlag des Präsidiums gefolgt, Steffen Bilger (Ludwigsburg) auf Listenplatz vier zu setzen. Die Nummer fünf geht an den Karlsruher Ingo Wellenreuther. Nur wird es dabei nicht bleiben: Zur Vereinbarung gehört auch, dass Bilger auf Listenplatz sechs zurückrückt, wenn beim Bezirksparteitag eine Frau auf den ersten nordwürttembergischen Platz gewählt wird. Diese soll dann den vierten Listenplatz einnehmen. Nina Warken gilt hier als gesetzt, da Karin Maag erklärt hat, nicht gegen sie anzutreten. Es ist eine Lösung, die alle das Gesicht wahren lässt.

Auf der Klausurtagung im Hohenlohekreis soll es auch um die innere Sicherheit sowie um Umwelt- und Klimaschutzpolitik gehen. An diesem Samstag reist Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Manche Mitglieder des Landesverbands geben Merkel eine Mitschuld am schlechten Landtagswahlergebnis der CDU von 27 Prozent im März 2016. Zur Bundestagswahl ist die Kanzlerin auf ein gutes Ergebnis in Baden-Württemberg angewiesen. 2013 hatte die CDU mit fast 46 Prozent das beste Ergebnis der CDU-Landesverbände geholt.

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