Der Klimaschutz sei „die zentrale Existenzfrage“, sagt Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Foto: dpa

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in einem Rundumschlag die Umweltpolitik der Bundesregierung verurteilt: Beim Klimaschutz brauche es eine „Bildungsoffensive für die CDU“.

Berlin - Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in einem Rundumschlag die Umweltpolitik der Bundesregierung verurteilt und für engagierten Klimaschutz in Deutschland geworben. „Es geht um uns und unsere Lebensgrundlagen, und diesen Kampf müssen wir gewinnen“, sagte Hofreiter am Samstag auf dem Berliner Bundesparteitag zum Wahlprogramm der Grünen. Der Klimaschutz sei „die zentrale Existenzfrage“. Auch in Europa und Deutschland sei auf einem sich erhitzenden Planeten keine friedliche Zukunft garantiert.

Die große Koalition sei verantwortlich dafür, dass der CO2-Ausstoß Deutschlands seit 2009 nicht gesunken sei, sagte Hofreiter. Beim Klimaschutz brauche es eine „Bildungsoffensive für die CDU“. Der angekündigte Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen sei ein „Verbrechen an der Zukunft der gesamten Menschheit“. Er erwarte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sie US-Präsident Donald Trump „deutlich spüren lässt, dass es so nicht geht.“

Hofreiter setzte sich für das Vorhaben des Bundesvorstands ein, im Wahlprogramm die Abschaltung der 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke in der kommenden Legislaturperiode zu fordern. Ein Teil der Basis will den kompletten Kohleausstieg bis 2025 im Programm haben - das halten die Fachpolitiker für unrealistisch. „Wer ökologische Veränderungen durchsetzen will, der muss sie sozial gerecht machen, sonst werden sie scheitern“, gab auch Hofreiter zu bedenken.

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