Oberbürgermeister Andreas Hesky begrüßt die Gäste des Bürgertreffs. Foto: Jan Potente

In Waiblingen läutet Oberbürgermeister Andreas Hesky das neue Jahr mit dem traditionellen Bürgertreff ein. In seiner Rede geht es um das Miteinander in der Stadt, in der kommunalen Familie und bei der Remstal-Gartenschau.

Waiblingen - Ganz allein musste Oberbürgermeister Andreas Hesky am Sonntagabend die Gäste des Waiblinger Neujahrsempfangs im Bürgerzentrum begrüßen: Seine Frau hütete mit einer fiebrigen Erkältung das Bett, „trotz bester Pflege von mir“, wie er sagte.

Auf das pflegliche Miteinander ging das Waiblinger Stadtoberhaupt auch an vielen weiteren Stellen seiner Rede ein – in Bezug auf die große Politik in der Welt und in Europa, wo es den Trend gebe, mehr nach sich als nach dem Miteinander zu sehen. Und auch in der Stadtgesellschaft, in der nach der in Waiblingen mit Bravour gemeisterten Flüchtlingswelle eine gewisse Ungeduld angesichts der Tatsache spürbar sei, dass Menschen verschieden sind und diese Verschiedenheit nicht ablegen. „Das wird dann unannehmbar, wenn diese Unterschiede dazu führen, dass unsere Grundwerte nicht respektiert werden.“

Weniger denke er da an die Kehrwoche als an die Gleichheit von Frau und Mann, an die Unversehrtheit von Körper und Seele oder den gegenseitigen Respekt. Waiblingen sei objektiv sicher, und die Stadt wolle auch weiterhin Präsenz zeigen, um deeskalierend zu wirken und das Gefühl der Sicherheit zu erzeugen.

Hesky erwartet mehr Ausweichverkehr in Waiblingen

Ums Miteinander geht es Andreas Hesky auch in anderen Bereichen – wie etwa bei einer sinnvollen Verkehrsführung. Der Oberbürgermeister erwartet angesichts der Fahrverbote in Stuttgart, dass sich der Schleich- und Ausweichverkehr auch in Waiblingen seinen Weg sucht. „Vermutlich wird man zu keiner gemeinsamen Lösung kommen, wenn einer oder alle Beteiligten sagen: Zuerst einmal denke ich an mich“, sagte er. Waiblingen habe da eigene Vorstellungen, die Stadt sehe aber auch die Bedürfnisse in der kommunalen Familie drumherum. Das Miteinander ist Andreas Hesky schließlich auch bei der Remstal-Gartenschau wichtig, die aus seiner Sicht 2019 prägen wird. „Waiblingen hat sich von Anfang an dafür entschieden, eine Gartenschau für alle anzubieten. Zäune sind nicht der Geist von Waiblingen“, sagte er. Und was wird die Stadt noch beschäftigen? Eine Herausforderung sei es, die Mobilität sicherzustellen, weshalb Waiblingen viel für die Elektromobilität tue. „Das Neubaugebiet Berg-Bürg in Bittenfeld wurde vorgerüstet, um auf jedem Grundstück gleichzeitig Privatfahrzeuge laden zu können.“

Mehrere Wohngebiete nehmen Form an

Dieses Neubaugebiet ist nicht das einzige. Die Stadt wachse. Andreas Hesky berichtete, dass das neue Wohngebiet auf dem Areal des früheren Krankenhauses Form annehme und auch die private Quartierentwicklung in der Schorndorfer Straße langsam in die heiße Phase gehe: „Ein breites Spektrum kommt auf den Markt, einschließlich bezahlbarer Mietwohnungen“, sagte das Stadtoberhaupt.

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