Die Gemeinde sieht den Rummel pragmatisch. (Symbolbild) Foto: FACTUM-WEISE/Jürgen Bach

Die kleine Stadt Bad Herrenalb im Kreis Calw sieht sich mit einer skurrilen Situation konfrontiert: Für das Amt des Bürgermeisters bewerben sich Angaben der Stadt zufolge gleich 29 Kandidaten. Offenbar hätten sich auch Personen aus dem Umfeld der Partei „Die Partei“ beworben.

Bad Herrenalb - Die kleine Stadt Bad Herrenalb (Kreis Calw) sieht sich mit einer ungewöhnlichen Situation konfrontiert: Für das Amt des Bürgermeisters bewerben sich Angaben der Stadt zufolge gleich 29 Kandidaten. Sie seien am Montagabend für die Wahl zugelassen worden, sagte am Dienstag ein Stadtsprecher. Zuerst hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ berichtet. „Wir wundern uns sehr, denn das ist eine außergewöhnlich hohe Zahl“, sagte der Sprecher.

Offenbar hätten sich auch Personen aus dem Umfeld der Satire-Partei „Die Partei“ beworben - „das haben einige zumindest in die Bewerbung geschrieben oder auch auf Facebook gepostet“, sagte der Sprecher. Sie kämen aus der gesamten Republik - etwa aus Köln, Berlin, Bremen oder Wilhelmshaven.

Gemeinde sieht Rummel pragmatisch

Ob alle Kandidaten auch zu den Vorstellrunden auftauchen sei jedoch fraglich - und könnte dann zur Geduldsprobe für die Zuhörer werden. Denn jeder Bewerber hat theoretisch 15 Minuten Redezeit. Die Gemeinde habe daher bis Mittwoch um Rückmeldungen gebeten, wer sich den Fragen der Bürger tatsächlich stellt. Sollten sich sehr viele für die erste Runde am 30. September ankündigen, könnte der Gemeinderat zuvor auch eine Verkürzung der Redezeit beschließen.

Die Gemeinde sieht den Rummel pragmatisch. Dass sich Kandidaten aufstellen lassen, sei ein demokratisches Grundrecht. Und: „Wir profitieren durchaus von dieser Werbung für unsere schöne Stadt“, sagte der Sprecher. Gewählt wird übrigens am 20. Oktober.

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